urban-social gGmbH
eingetragen im HRB 67969 beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Bankverbindung: Berliner Bank AG,
BLZ 100 20000,
Kto.-Nr.: 2088 500 800
Steuernummer ab 01.07.02:
27/602/52107




 

Deutsch-Belarussische Jugendbegegnung
„Gesehen, gehört, erlebt. Aufgeschrieben.
Europäisches Jahr der Kreativität und Innovation“.
vom 30.01. bis 08.02.2009 in Berlin.
 

Die Jugendlichen, Mädchen und Jungen aus dem Minsker Partnerbezirk
„Oktjabr“ und aus Marzahn-Hellersdorf, hatten sich lange und gut auf die erste
Jugendbegegnung des Jahres 2009 vorbereitet
Aus der belorussischen Hauptstadt kamen überwiegend Student/innen.
Sie nahmen mit dem Ziel der gemeinsamen Erkundung Berlins und seines Bezirkes
Marzahn-Hellersdorf teil, hofften auf dauerhafte Kontakte und nachhaltige Erlebnisse.

Alle sollten voneinander partizipieren, sich mit ihren Ideen und Motivationen
einbringen.
So war es gewollt, so kam es dann auch.

           

Links: ohne Berührungsängste und Beziehungskonflikte: die Jugendlichen im Animations- und Kommunikationsspiel.

Die Begegnung wurde ihrem Anspruch gerecht, für das beginnende „Europäische Jahr
der Kreativität und Innovation“ ein nachwirkendes Zeichen zu setzen und Momente
der Ausrichtung für kommende Aktionen im Jugendaustausch festzumachen.

Was erstaunlich einfach und völlig unkompliziert gelang: Annäherung durch Animation
und Kommunikation.
Die Mädchen und Jungen aus Marzahn-Hellersdorf hatten hier einiges vorbereitet
und sehr schnell erwiesen sich auch die Minsker Jugendlichen als talentierte Anima-
teure. Da ergänzten sich Nastja und Mia, legte Basti vor und Berni zog nach.
Auch Tanja und Sarah überzeugten mit ihren Talenten im Kommunikationsspiel.

Bereits am ersten Begegnungstag verstand man sich, entstanden intuitive Beziehungs-
konstrukte  und Kontaktaufnahmen für künftige Gemeinsamkeit.
Die eigentliche Teamkonstellation löste sich sehr schnell zugunsten einer impulsiven,
gemischten Gruppendynamik auf.
Man verstand sich unabhängig anfänglicher Sprachbarrieren.


   

Fotos oben: viel Spaß bei der Stadtrallye in bilateralen Kleingruppen.
Unten: Motivationstraining im Euro-Business-Planspiel des BOB-Team.


   


Mit jedem Veranstaltungstag und, insbesondere im Kontext der Veranstaltungs-
formen und –methoden, prägte sich das Bild des gesamtheitlichen Anspruchs an
das gemeinsame Miteinander.  

Es gab viel zu erleben in den Tagen der Begegnung. Die Programmaktion lebte
vom Tagesrhythmus, vom Erlebnis und von der Initiative.
Immer wieder sind die Jugendlichen erstaunt, wie sich Berlin und Marzahn-Hellers-
dorf neu entdecken und interpretieren lassen.


 



Besondere Resonanz fand neben den fast täglichen Kommunikations- und Anima-
tionsabenden:

  • die Cityrallye (ein Stadtspiel in gemischten Kleingruppen mit dem Anspruch,
    mittels Kommunikation, Information und Interpretation Berlin zu erkunden);
  • das Kunstprojekt: „Ich bin Projekt, ich bin Kunst. Gips zum Anfassen und
    Wahrnehmen“ und die Führung durch den Europäischen Skulpturengarten des
    Hauses „Pro-social“ (als Internationalem Jugendprojekt mit Jugendlichen aus
    Kriegs- und Krisengebieten und problematischem sozialen Hintergrund);
  • das Toleranztraining im Taekwondo – eine gemeinsame Maßnahme des
    „Pyongwon e. V.“ Marzahn: Training mit Kindern des Vereins und Anleitung
    des stellv. Präsidenten des Berliner Taekwondo-Verbandes, Fred Gierschner;

         

  • die Referate/Seminare zu Sprache und freiem Journalismus (Besuch der Fried-
    länder-Schule [„Deutsch lernen. Sprache, Land und Leute“]; Referat zum Freien
    Journalismus und zu den Grundlagen journalistischer Arbeit (im Zusammen-
    hang mit der Erstellung einer Zeitung über Berlin und Marzahn-Hellersdorf
    durch die Minsker Gruppe);
  • das Thema Ökologie und Stadtgestaltung (Treffen mit dem Stadtrat für
    ökologische Stadtentwicklung, Norbert Lüdtke, und Wanderung entlang der
    winterlichen Wuhlelandschaft zum Vivantes-Klinikum (Besuch der ökumeni-
    schen Kirche im Klinikum und Gespräch mit dem Pfarrer);
  • der Besuch des Unfallkrankenhauses Berlin mit einführendem Vortrag;
  • der Informationsbesuch in der Thüringen-Schule Marzahn mit Empfang und
    Führung durch den Schulleiter, Rainer Bösel (Schwerpunkte: Integration von
    Jugendlichen mit Migrationshintergrund und pädagogische Ansätze und Mög-
    lichkeiten der Unterrichtsgestaltung);
  • das Motivationstraining im Euro-Business-Planspiel (gestaltet durch die
    Berliner Unternehmer/innen-Gruppe BOB) mit der faszinierenden Wirkung der
    Findung europäischer Identität in der Wahrnehmung eigener Mobilität,
    Kreativität und innovativer Fähigkeiten;
  • der deutsche und der belorussische Länderabend (Theaterspiel durch Marzahn-
    Hellersdorfer Jugendliche mit russischem Migrationshintergrund; deutsch-
    russischer HipHop aus Marzahn; Lieder der Freundschaft … Animationsspiele);
  • das Bekenntnis zu Toleranz und Akzeptanz der Charlotte von Mahlsdorf.
    Besuch des  Gründerzeitmuseums.
  • der Dialog gegen Gewalt und Drogen, für Toleranz und Akzeptanz: Seminar
    zur Präventiven Arbeit der Berliner Polizei. Gespräch mit dem Präventions-
    beauftragten des Polizeiabschnitts 62.
  • die Diskussionen zum bürgerschaftlichen Engagement als Form der aktiven
    Einmischung in die Kommunalpolitik:
    Gespräch mit Matthias Köpcke (Werkstatt für Engagement und Partizipation);
  • der partnerschaftliche Disput: Forum mit der Vorsteherin der BVV Marzahn-
    Hellersdorf und Vorsitzenden des Marzahn-Hellersdorfer Städtepartnerschafts-
    vereins e. V., Petra Wermke;
  • der Geschichtsexkurs: Führung durch den Marzahner Parkfriedhof und Ehrung
    der Opfer des deutschen Faschismus (sowjetisches Ehrenmal, Gedenkstein
    und -stele für die Opfer von Zwangsarbeit, Gedenkstein Sinti und Roma,
    Gedenkstein für die deutschen Opfer des Faschismus …);
  • die Faszination Multikulti: „Die Gärten der Welt“ in Marzahn;
  • der Besuch des Reichstagsgebäudes und die Bundestagsführung; die Führung
    durch das Druckhaus Spandau.




Foto: Referat zum freien Journalismus und zu Grundlagen journalistischer Arbeit.
Unten: Seminaristisches Gespräch mit dem Schulleiter der Friedländer-Sprachschule
Rechts: ständiger "Begleiter", der Zeitungsbär.

 

 

Das eigentliche Ziel der Begegnung blieb bis zuletzt ergebnisoffen und spannend:
die Erstellung einer Zeitung über Berlin und den Bezirk Marzahn-Hellersdorf.
Darauf hatten sich die Gruppen geeinigt, hier lag die Brisanz des Programmalltags,
hier hatten sich die Partnergruppen aus Marzahn-Hellersdorf als Gastgeber und
vom Minsker Bezirk „Oktjabr“ als mitgestaltender Rezipient, viel vorgenommen.
Es stand ein Begegnungsprogramm auf der Tagesordnung, dass es wirklich
„in sich hatte“.

Letztlich erwiesen sich beide Gruppen als Akteure einer Begegnung mit besonderem
Image und Anspruch.



Foto: Infogespräch zur Präventionsarbeit der Berliner Polizei im Polizeiabschnitt 62.
Unten: vor Beginn der Präsentation des Bezirks "Oktjabr" zum Belorussischer Länderabend




Der Abschied fiel schwerer als vorausgedacht.

Ganz sicher werden die „Souvenirs“ der Begegnung, Zertifikate und durch die
urban-social gGmbH mit eigenem Logo und der Bezeichnung des Treffens gestaltete
und im Jugendklub „Mehrweg“ gedruckte T-Shirts sowie Plakate zur Begegnung (für
die jeweiligen Gruppen), entsprechende „Ehrenplätze“ bei den Mädchen und Jungen
erhalten.
Erinnerung ist vorprogrammiert, dauerhafte Freundschaften sind das Ergebnis.
Und: eine Zeitung über Berlin und Marzahn-Hellersdorf aus der Sicht der Jugendlichen
entstand.

Die Projektgruppe der urban-social gGmbH dankt an dieser Stelle vor allem den
Akteuren, den Jugendlichen selbst.
Und, sie dankt vor allem Tatjana Belazarowich für ihr Engagement bei der Leitung
der Minsker Gruppe, ihr mobilisierendes Talent und die Sprachmittlung.  

 

  

Foto oben: Besuch des Deutschen Bundestages und des Druckhauses Spandau.
Unten: Gespräch mit Mathias Köpcke (Werkstatt für Engagement und Partizipation).
Rechts: Petra Wermke (Vorsitzende des Marzahn-Hellersdorfer Städtepartnerschaftsvereins
[Foto: Klaus Tessmann]) beim Interview nach dem Gruppengespräch.


   

Foto links: Die deutsch-russische HipHop-Crew C. N. R. C. aus Marzahn engagiert sich für Multikulti,
Toleranz und Akzeptanz.
Foto rechts: Präsentation der Zeitung über Berlin und Marzahn-Hellersdorf.

Ankündigung der Begegnung im Berliner Abendblatt


Zeitung als pdf-Datei
Plakat der Begegnung (pdf-Datei; DIN A4)

Hans-Jörg Muhs
urban-social gGmbH

  englisch  portugiesisch  russich
  franzoesisch  polnisch 














gemeinnützige
Wohnheimgesellschaft mbh
Blumberger Damm 12/14
12683 Berlin
Geschäftsführung: 
Dr. Jürgen Koch

Telefon: 030 / 56 29 26-0
Fax: 030 / 56 29 26 20
e-mail: info@pro-social.de


barrierefrei