 

Deutsch-Polnisch-Russische Jugendbegegnung
"Meine Stadt - gestern, heute, morgen"
vom 01.03. bis 08.03.2009 in Marzahn-Hellersdorf.

Logo der Begegnung. Rechts: Begegnungs-T-Shirt mit Motto und
Logo
"Meine Stadt - gestern, heute, morgen"
Die Absicht einer Deutsch-Polnisch-Russischen Jugendbegegnung, zu der sich
mit der urban-social gGmbH Partnerorganisationen aus Otwock, aus Berlin/Kalinin-
grad (Anthropos e.V.) zum trilateralen DPJW-Forum „Ohne Grenzen“ im März
2008
im polnischen Galiny verständigten, sollte in seiner längerfristigen Planung
und
Vorbereitung auf eine stärkere Vernetzung im Verbund gemeinsamer Interessen
konzentrieren.
Hierzu nutze die urban-social gGmbH insbesondere die gemeinsame inhaltliche
Zielstellung partnerschaftlicher Zusammenarbeit in der Ausrichtung auf
Jugendlicher
in unterschiedlicher Gruppenkonstellation und in der Programmorientierung
auf
Kommunikations-, Toleranz- und Innovationsthemen.

Urbane Zeitreise durch die Jahrhunderte: gestern, heute,
morgen.
LInks: Endpunkt der Wuhlewanderung: Griesinger-Krankenhaus im
Vivantes-Komplex Marzahn.
Rechts: Einblicke in den (haupt-)städtischen Parlamentarismus. Berliner
Abgeordnetenhaus.
Mit der trilateralen Jugendbegegnung, deren organisatorischer Vorbereitung
in den
Leitungsteams und der weitgehenden Einbeziehung der Teilnehmer/innen in die
Programmerstellung/-diskussion, wurden kreative und innovative Momente einer
inhaltlich-pragmatischen sowie sozial determinierten Bezugnahme auf das
Aktions-
thema „Meine Stadt – gestern, heute, morgen“, gesucht und gefunden.
Hier galt es im Kontext von Zielstellung, von Erwartung und Möglichkeit,
eine
entsprechende Balance zu finden und die konkreten Ideen im Programm,
insbeson-
dere in den Zusammenhängen von Stadt und Jugend (urbane Jugendkulturen,
städti-
sche Geschichte/Stadtgeschichte, städtische Umwelt und soziales Umfeld,
Stadt
und Multikulturalität, Bildung/innovatives Lernen und
interkulturelle/interaktive
Kommunikation) zu berücksichtigen.


Die vorbereitende Projektkoordination ging von der urban-social gGmbH,
maßgeblich
auch durch die Jugendinitiative des Hauses „Pro-social“ getragen, aus und
konzen-
trierte sich auf den Rahmen der Begegnung sowie die inhaltliche Positionen.
In den
Phasen der längerfristigen Diskussion kam es zu Kontakten per Mail, die in
der
gemeinsamen Beratung ihre Auswertungen fanden (wie kann dem Thema der Be-
gegnung wirksam und effektiv entsprochen werden; wie und in welchem Umfang
lassen sich die Teilnehmer/innen in welche Maßnahmen eigenverantwortlich
einbe-
ziehen; was soll wie und mit welchem Aufwand erreicht werden; wie werden
Multipli-kator/innen-Wirkungen erzielt …). In der Konsequenz ging es darum,
bewährte, als
auch neue Inhalte, Formen und Methoden für die gemeinsame Programmgestaltung
zu nutzen/zu finden.
Es galt ein Spannungsfeld aufzubauen und auf Synergie-Effekte zu setzen.
Jede Menge Spaß bei Kommunikations-, Animationsspielen und Partyabenden
Mit der eigentlichen Zielstellung, Kommunikation und Partizipation im
gemeinsamen
Programmalltag mit Eigeninitiative, Aktion und dem Gedanken von Toleranz und
Akzeptanz zu verbinden, stellte sich im Anspruch an die Begegnung gleichsam
die
Ausrichtung auf Kreativprojekte („Projekt im Projekt“) und innovatives
Lernen.
Besonderes Augenmerk galt, insbesondere auch im Zusammenhang mit der vorder-
gründigen Themenstellung, dem Woher und Wohin im Kontext des städtischen
Lebens im historischen, interkulturellen und politischen Berlin, seines
Stadtteils
Marzahn-Hellersdorf und des Hauses „Pro-social“ der urban-social gGmbH:
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Citytour Berlin (mit den Schwerpunkten Interkultureller
Dialog, Entdeckung
des „polnischen“ und „russischen“ Berlins, Parlamentsspiel [Bundesrat],
Gedenkstätten des Widerstands. |
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City-Rallye – Stadtspiel in trilateral gemischten
Kleingruppen mit entsprechen-
der Aufgabenstellung zur „Entdeckung“, innovativen und kreativen
Darstellung
und informativen [Be-]Wertung von Zielen (Schwerpunkt: Polen und
Russland
in Berlin [Geschichte und Geschichten, historische Hintergründe;
Straßen-
schilder, Denkmäler, historische Bauten, Plätze, Geschäfte, Ehrenmale
und
Kulturstätten …]).
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Geschichtsexkurs Parkfriedhof Marzahn (sowjetisches Ehrenmal;
Gedenkstein
für die ermordeten Sinti und Roma; Gedenkstele für die europäischen
Zwangs-
arbeiter und Gedenkstein für junge polnische Zwangsarbeiterinnen;
Gedenk-
stätte für die Opfer des Faschismus …) |
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Wuhlewanderung Marzahn: ökologischer und historischer Exkurs
entlang der
Wuhlelandschaft zum Vivantes-Komplex (Historie des Griesinger-Kranken-
hauses) |
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Religionen, Kulturen, Lebensweisen: Führung durch die Gärten
der Welt
(Englischer-, Chinesischer-, Balinesischer-, Koreanischer-,
Orientalischer-,
Italienischer Garten). |
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Besuch des „neues Gymnasium“ Marzahn. Empfang durch die
Schulleiterin;
Gespräche und Kulturprogramm. Besuch der Schülerausstellung im „Neuen
Gymnasium“ … |
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Europäischer Skulpturengarten vor dem Haus „Pro-social“ als
dem ersten
internationalen Jugendkunstprojekt [2001] der urban-social gGmbH
(Geschichte
und Geschichten um Krieg, Flucht, Neuanfang und Leben als junge Migrant/in-
nen in Berlin, neue Freundschaften, Andersleben und –denken, neue
Freunde,
Multikulti …) |

Im Gespräch mit der Schulleiterin des "Neuen Gymnasium" Hellersdorf, Helga
Mudrack.

Mit der Jugendbegegnung verband sich, gefördert durch
gewollte Forcierung der
Erkenntnis von gleichberechtigter Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit, die
ständige Auseinandersetzung mit dem/der Anderen, dem Verständnis und Begrei-
fen des Andersseins (Toleranz und Akzeptanz) als Bereicherungen
individueller
Lebenswelten und –auffassungen (Kultur, Religion, Beziehungsverhältnisse,
Welt(an)sichten).
Die Vielzahl der Maßnahmen und Veranstaltungen im Programm der Jugendbe-
gegnung trug dazu bei, vom gemeinsamen Erleben zu partizipieren und dabei
Vorur-
teile abzubauen,
Leistungen im fairen Wettstreit zu vergleichen, sowie Berlin und
Marzahn-Hellersdorf,
in der Wahrnehmung der Verantwortung für die europäische Integration kennen
zu lernen.
Bereitschaft und der Wille zur Überwindung von Distanz, hin zu Nähe und
Dialog,
entwickelten sich mit gemeinsamer Aktion und Programmgestaltung.
Im Begegnungsverlauf kam insbesondere der Best-Practices-Projection in der
Anwen-
dung anerkannter Methodik und neuer Formen gemeinschaftlicher Betätigung
eine
entsprechende Bedeutung zu. Hierbei gelang es den Organisatoren der
urban-social
gGmbH, insbesondere den Mädchen und Jungen der Jugendinitiative des Hauses
„Pro-social“ sowie Jugendlichen des Neuen Gymnasiums bei Unterstützung durch
das Betreuer/innen-Team gut, Interdisziplinarität sowie gemeinsame Aktion,
indivi-
duelle Erwartung und auf das Team abgestimmte Ambition und Kreativität in
Übereinstimmung zu bringen.
In den Programmveranstaltungen entdeckten sich die Mädchen und Jungen
selbst,
suchten und fanden Antworten auf eine Vielzahl ihrer Fragen und kamen zu
Freund-
schaften.


Besondere Hinwendung fanden Programmteile, die in ihren Formen und Methoden
auf das kreative und innovative Potential der Teilnehmer/innen ausgerichtet
waren
und Eigeninitiative erforderten (Überwindung von Sprachbarrieren durch
Animations-
und Kommunikations-/Rollenspiele, Kunstprojekt, Gruppenwettbewerb „Meine
Stadt,
Deine Stadt. Wir präsentieren Euch Eure Stadt“, Vorbereitung und
Realisierung des
Nationalitätenabends durch Zubereitung landes-/regionaltypischer Speisen,
durch
Kulturprogramme und Präsentationen …; Maßnahmen, die in Kooperation mit dem
neuen Gymnasium stattfanden) und insbesondere das Interesse an Sprache,
Kunst
und am innovativen Lernen fördern halfen.
Vom Wesen der Sache erkannten die Jugendlichen in den Programmteilen
gleichsam
themenbezogene Einzelprojekte, die im Ganzen dem Kontext der Zielstellung
zur
Begegnung „Meine Stadt – gestern, heute, morgen“ entsprachen.
Schwerpunkt galt von vornherein dem gemeinsamen Anspruch auf die
gemeinschaft-
liche Initiative und der individuellen Einflussnahme auf den Programmablauf.
Hierbei standen insbesondere Inhalte, Formen und Methoden im Mittelpunkt,
die als
geeignet erschienen, Kommunikation und/mittels Partizipation im
interkulturellen
Miteinander zu forcieren und das sozial-interaktive Moment von Dissens und
Konsens
im Kontext von Motivation, Integration und interkulturellem Lernen zu
befördern.

Mit dem Programm der Begegnung haben sich Sympathien untereinander
entwickelt,
wurden Vorurteile abgebaut und kam es zu neuen Sichten auf die Beziehung und
Emotionen Jugendlicher zur natürlichen Umwelt und zum gesellschaftlichen
Umfeld.
Die Mädchen und Jungen begriffen sich zunehmend als junge Europäer/innen in
der
Vielfalt und Summer gemeinsamer Interessen, Fähig- und Fertigkeiten.

Plakat zur Jugendbegegnung (als jpgDatei;
Original DIA A0 - reduziert auf DIN A4)
Hans-Jörg Muhs
urban-social gGmbH
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