urban-social gGmbH
eingetragen im HRB 67969 beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Bankverbindung: Berliner Bank AG,
BLZ 100 20000,
Kto.-Nr.: 2088 500 800
Steuernummer ab 01.07.02:
27/602/52107




 

Internationale Jugendbegegnung
"Mit Brett und Stein für Toleranz. Europäisches Jahr der
Kreativität und Innovation“

mit Teilnehmer/innen aus Deutschland, Russland (Kaliningrad),
Ungarn, Polen, Weißrussland, Estland, Lettland und der Ukraine
vom 15.03. bis 24.03.2009


Mit der Internationalen Jugendbegegnung "Mit Brett und Stein für Toleranz. Euro-
päisches Jahr der Kreativität und Innovation" gelang es umfassend und sicher, Ziel-
stellungen, wie sie sich aus den inhaltlichen Schwerpunkten des Kinder- und
Jugendplanes des Bundes, insbesondere hinsichtlich der Entwicklung eines euro-
päisch-demokratischen Selbstverständnis Jugendlicher bei gemeinsamer Ausrichtung
auf europäische Wertorientierungen (demokratisches Wertebewusstsein) und im
Kontext der Förderung individueller Fähig- und Fertigkeiten im Stigma des Ganzheit-
lichen, bei ausgewogener Gruppendynamik in der wechselseitigen Bedingtheit von
Konsens und Dissens im Programmdetail ergeben, praktisch umzusetzen.

Bereits in den Phasen der langfristigen Vorbereitung kam es zwischen den Partner-
organisationen zu Absprachen und zur pragmatischen Programmdiskussion.
Hierbei war der urban-social gGmbH, vor allem auch bei Nutzung partnerschaftlicher
Kontakte zum Verein für das Brettspiel Dame e. V. Korbach (Hessen) und zum
Europäischen Damespiel-Verband (EDC), die Ausrichtung auf das kreative und
innovative Moment im Kontext von Partizipation und Erlebbarkeit des Programms in
der Gesamtheit seiner Inhalte, wichtig.

 

Kontakte: Kennenlernspiele („Netz der Freundschaft“, „Euro-Kreisel“)  zur Eröffnungsparty der
Jugendbegegnung



Betreuer/innen-Beratung zur Programmabsprache

Die jederzeit vordergründige Dominanz des europäischen Begegnungscharakters
erwies sich als entscheidendes Stimuli der Partner, im Kontext einheitlicher
Pragmatik zum Ziel und den verbindlichen Inhalten der Maßnahme.

Die Gestaltung der Begegnung konzentrierte sich in der Einheit seiner „Projekte
im Projekt“ auf das eigentliche, vordergründig inhaltliche Ziel, mit der bewussten
Teilhabe und Partizipation am Programmalltag den interkulturellen und –disziplinä-
ren Dialog zu forcieren und sich hierbei an integrativen Momenten auszurichten,
die sich bewusst auf traditionelle Formen des fairen Leistungsvergleichs und der
direkten und unmittelbaren Kommunikation, beziehen.
Hierbei kam dem Brettspiel – als kommunikativer Alternative/Ergänzung zur allge-
genwärtigen elektronischen, audiovisuellen Medienwelt – eine besondere (aber
längst nicht alleinige) Bedeutung zu.

Als wesentlich nachhaltig erwies sich das tägliche „Spiel“ in seiner Ambivalenz von
Animation und Kommunikation (z. B. Animation/Kommunikationsspiel beim
Parlamentsspiel/Bundesrat; Kommunikation/Animation beim „Europäischen Jugend-
parlament“; interdisziplinäre und multiflexible Methoden in der Anwendung von
Animations- und Kommunikationsspielen, Motivation und Mobilisation im Kennen-
lernspiel).

  

 

Citytour Berlin: Erklären, um zu verstehen. Oben: Versuch eines Gruppenbildes
Zweite Reihe links: Denkmal für die von den Nazis verfolgten Homosexuellen.
Rechts: Vor dem Bundesrat. Parlamentsspiel

Unten: Während der Citytour

  

Mit dem Programm ist es sehr gut gelungen, demokratisches Miteinander, Toleranz
und das Bekenntnis zur bürgerschaftlichen Initiative zu artikulieren und hieraus
Konsequenzen für gegenwärtiges wie künftiges gesamteuropäisches Engagement
zu entwickeln.

Die multilaterale Jugendbegegnung "Mit Brett und Stein für Toleranz. Europäisches
Jahr der Kreativität und Innovation" hatte sich verstärkt und in ihrer eindeutigen
Ausrichtung auf Inhalte und Formen der interkulturellen Aktion zu konzentrieren.
Diese Aufgabe gelang und hat mit den Programminhalten eine z. T. neue Programm-
qualität erhalten.

 

Gehört immer wieder ins Programm: Toleranztraining Taekwondo mit dem Vizepräsidenten
des Berliner Taekwondo-Verbandes, Fred Gierschner und seinen Übungsleitern

In allen Programmphasen wurde der interkulturelle und –disziplinäre Dialog zwischen
den Teilnehmer/innen herausgefordert/gefördert und entsprechende Synergien als
aktivierende Momente des gestaltenden Miteinander in der bewussten Partizipation
der jeweiligen Situation und bei beabsichtigter, zunehmender Auflösung der anfäng-
lichen Gruppenkonstellation, freigesetzt. In der Motivation zur Programmaktion
wurde von vornherein auf den souveränen Wettstreit der Ideen, auf den kontroversen Meinungsstreit und auf die bürgerschaftlich engagierte Aktion im Detail der Wahr-
nehmung des ganzheitlichen Erlebens, im individuellen als auch im gemeinschaft-
lichen Kontext und bei kritischer Reflexion der eigenen Wahrnehmung als junge
Multiplikator/innen in einem „Europa der Jugend“, orientiert.

 

Beliebt: Animations- und Kommunikationsspiele


Bereits in der langfristigen Vorbereitung, partnerschaftlichen Diskussion und letztlich
auch in der Umsetzung der Programminhalte konzentrierte sich die urban-social
gGmbH vor allem auf die in der Entscheidung des Europäischen Parlaments und
des Rates zum „Europäischen Jahr der Kreativität und Innovation (2009)“ in „Ziele“
(Artikel 2) deklarierten Schwerpunkte.

Die Konvergenz dieser Schwerpunkte in der Systematisierung der Funktionalität des
Hauses „Pro-social“ der urban-social gGmbH als internationaler Bildungs- und
Begegnungsstätte und der eindeutige Bezug zum Dialog mit den Partnerorganisa-
tionen/-einrichtungen im Kontext gemeinsamer europäischer Ausrichtung insbeson-
dere in der Jugendarbeit, hatte direkten und unmittelbaren Einfluss auf die Ziel-
stellung und Programmgestaltung. Diese Tatsache wurde so auch von den Partnern
wahrgenommen und gemeinsam, positiv und vor allem nachhaltig multiplikativ,
beeinflusst.


Euro-Toleranzparty im Jugendklub „Mehrweg“: Mia mit ihrem vielsprachigem Songprogramm
Unten: Russisch-Deutscher Hip-Hop für Toleranz aus Marzahn-Hellersdorf; Die HipHop-Crew C.N.R.C.




Für die Jugendlichen selbst eröffnete sich mit der Begegnung und seinen Inhalten,
unabhängig nationaler/regionaler Besonderheiten, eine neue und vor allem verbin-
dende Sicht auf die eigene europäische Identität. Mit dem allgemeinen Anspruch auf
Toleranz und Akzeptanz wuchs gleichsam das Interesse an Ideenaustausch und
nachhaltiger Freundschaft.
Mit der Methode des zyklischen Aufbaus von Höhepunkten im Programmablauf gelang
es gut, die Erkenntnis von gleichberechtigter Gemeinschaft und Zusammengehörig-
keit, die ständige Auseinandersetzung mit dem/der Anderen sowie das Verständnis
und Begreifen des Andersseins (Andersleben, Andersdenken, Anderslieben; Toleranz
und Akzeptanz) als Bereicherungen individueller Lebenswelten und –auffassungen
(Kultur, Religion, Beziehungsverhältnisse, Welt(an)sichten) zu forcieren.
Im Mittelpunkt gemeinsamer Aktion und Partizipation standen Wirkungen, die sich
in der Erkenntnis und im Bekenntnis zu Toleranz und Akzeptanz, für Verständigung
und Kommunikation, im bilateralen Dialog, in der Teamfähigkeit und in den indi-
viduellen Befindlichkeiten im täglichen Miteinander (als eigentliche Akteure des
Projekts), nachhaltig kompensierten.

 

Kreativ- und Innovationsprojekt: „Wir präsentieren Euch Euer Land, Eure Stadt“

   

Die Bezugnahme auf die praktische Erlebbarkeit eines, auf gemeinsame europäische
Werte konzentrierten und in der Komplexität von Inhalt und Methode auf die Aus-
prägung europäisch-demokratischen Selbstverständnisses gerichteten gemein-
samen Programmalltags, fand im freien und souveränen Wettstreit der Ideen sowie
in der Übereinstimmung und Kontroverse im fairen Leistungsvergleich, der Symbiose
von Information, Kommunikation, Partizipation und Interaktion, seine Bestätigung.
Mit dem Anspruch an die Inhalte und das Niveau des Programms verband sich
gleichsam die Aufgabe nach motivierender Aktion durch Spaß und unterhaltsame
Formen in der gruppendynamischen Gemeinsamkeit.



Gedenken am Stein für die von den Nazis ermordeten Sinti und Roma auf dem Parkfriedhof Marzahn


Die urban-social gGmbH setzte in der Programmorientierung neben den bewährten
Formen des Kommunikationsspiels (Kennenlernen und Gemeinsamkeiten erleben,
mehr erfahren über den/die Andere/n, Europa „entdecken“, Regionen „ergründen“)
sowie des Toleranz- und Motivationstrainings (Leistungsvergleiche in Kreativ- und
Innovationswettbewerben) vor allem auch auf methodisch-didaktische Ansätze im
Bereich des interkulturellen Lernens.

   

Parlamentsspiel „Europäisches Jugendparlament“. Unten: Vorschläge für ein "Europa der Jugend" (rechts
im Bild: die Jugendstadträtin des Bezirks Marzahn-Hellersdorf, Dr. Manuela Schmidt)

 



Eine besondere Aufgabe kam im Kontext der Programmgestaltung dem Brettspiel zu
(„Mit Brett und Stein für Toleranz …“).
Im Leistungsvergleich im Dame-Spiel gelang es, einen großen Teil der Jugendlichen
für eine bislang unbeachtete bzw. neue Form innovativer Freizeitgestaltung zu
begeistern und, über das bilaterale Zusammentreffen beim Spiel, ins Gespräch zu
kommen. Das Spiel selbst erwies sich hier oft lediglich als Mittel zum Zweck,
einander zu nähern und über Sprachbarrieren hinweg in den direkten, vielfach uner-
lässlichen, Dialog zu kommen, Kontakte zu knüpfen und zu gemeinsamen Interessen
zu finden. Einige Mädchen und Jungen fanden im Brettspiel eine neue Leidenschaft
und werden über entstandene Freundschaften auch weiterhin im Spielkontakt bleiben.
Motivierend für die Teilnahme am Damespiel wirkte auch das Engagement des Euro-
päischen Damespiel-Verbandes und die Bezugnahme des Vorsitzenden des Vereins
für das Brettspiel Dame e. V. und Präsidiumsmitgliedes des Europäischen Dame-
spielverbandes, Jan Zioltkowski, auf den Charakter des fairen, innovativen Leistungs-
vergleichs im Brettspiel („Brett und Stein haben auch heute, im Zeitalter von Compu-
tertechnik, mp3-Player und Handy, eine europäische Dimension. Jeder Spielzug
eröffnet neue Möglichkeiten der Diskussion und regt zum Denken an. Wer sich im
Spiel am Brett versteht, wird auch mit den technischen Neuerungen unserer Zeit und
mit den Menschen neben sich besser klarkommen …“).



Kreativ: Programme und Präsentationen zum Nationalitätenabend


  


Die Aktionen „Rund ums Brettspiel“, einschließlich des Dame-Turniers um den Pokal
der urban-social gGmbH, erwiesen sich in ihrer Einordnung als „Projekt im Projekt“
m Gesamtprogramm der Jugendbegegnung als nützlich und konstruktiv. Sie
unterstützten letztlich die weiteren inhaltlichen und methodischen Komponenten im
Zusammenhang mit der Zielstellung. In der Vorbereitung des Programms setzte die
urban-social gGmbH auf Vielfalt und spezielle, interkulturelle Komplexität und Dyna-
mik in der Einheit von Innovation, Nachhaltigkeit und Aktion im Zusammenhang mit
der Programmgestaltung im Einzelnen sowie dem nachhaltigen und, vor allem auch
bewussten, Erleben des Alltags in der Gesamtheit der Begegnung:

- Animation- und Kommunikation im alltäglichen Spiel ums Kennenlernen →
um die Verdichtung von Informationen → zur Annäherung und Nähe → zur
Freundschaft
Situationsspiele, Rollenspiele, Gruppen- als Integrationsspiele;
 
- Interaktive Aktionsspiele in multilateraler Teamkonstellation und bei innovati-
vem Gruppenauftrag;
 
- Kreativspiele (Projekt im Projekt; „Wir präsentieren Euch Euer Land, Eure Stadt.
Wir über Euch, Ihr über uns.“
[Kommunikation, Information, künstlerische Darstellung, Interpretation und
Präsentation …]);
 
- Demokratiespiele
Parlamentsspiel
Der Weg von der bürgerschaftlichen (Jugend-)initiative zur Europäischen Gesetz-
gebung;
 
- Europäisches Jugendparlament
Gast: Bezirksstadträtin für Jugend, Dr. Manuela Schmidt
Vorschläge der „Länderfraktionen“, vorgetragen durch deren „Sprecher/innen“:

Herausgabe von Newslettern und periodischen Zeitschriften mit Hinweisen auf
Aktionen und Förderprogrammen eines Europäischen Jugendparlaments;
Herabsetzung des aktiven und passiven Wahlalters zum Europaparlament auf
16 Jahre;
Installation eines erweiterten Europäischen Jugendparlaments mit Mädchen und
Jungen auch aus Nicht-EU-Ländern (Russland, Weißrussland) bei entsprechen-
der Ausstattung (Medien, Arbeitsräume, finanzielle Ausstattung);
Gleichstellung aller in der EU erworbenen Studienabschlüsse und Qualifi-
kationen ohne die Möglichkeit nationalstaatlicher oder regionale Einschränkun-
gen oder Reglementierungen;
Generelle Reisefreiheit im Rahmen der Teilnahme an internationalen Programmen
im Jugendaustausch (Wegfall der Visapflicht für Jugendliche aus Nicht-EU-Län-
dern);
Europäischer Jugendreisepass für TN am Jugendaustausch (als „Ersatz“ für
Visum und als Souvenir);
Auf lange Sicht: Wegfall von Staatsbürgerschaften zugunsten einer frei gewählt-
en Euro-Bürgerschaft;
Europäische Koordinierungsstelle für lokale/regionale/nationale Jugendinitiativen;
Europäische Meinungs- und Pressefreiheit, die über jedem nationalem Recht
steht und Jugend im Austausch besonders schützt;
Fördermaßnahmen auch für Jugendaustausch mit „kleinen“ EU-Staaten (z. B. Estland);
Schaffung eines Deutsch-Baltischen Jugendwerkes;
Preisermäßigungen bei bestimmten Programmkosten im Jugendaustausch
(z. B. öffentlicher Nahverkehr bei Gruppennutzung, Eintrittsgelder);
Unkomplizierte Fördermodalitäten für Aktionen regionaler Jugendinitiativen.
 
- Gestaltung eines interkulturellen Nationalitätenabends durch die Gruppen
(National- und Regionalkulturen im Tanz, Lied und in der Präsentationen …
eigene Sichten auf Europa);
 
- Gruppenempfänge in Botschaften sowie Besuch des Deutschen Bundestages;
 
- Auseinandersetzung mit deutscher Geschichte im Geschichtsexkurs.
Führung durch den Marzahner Parkfriedhof und Ehrung der Opfer des deutschen
Faschismus (sowjetisches Ehrenmal, Gedenkstein und -stele für die Opfer von
Zwangsarbeit, Gedenkstein Sinti und Roma, Gedenkstein für die deutschen
Opfer des Faschismus …);
 
- Europa-Toleranz-Party im Jugendklub „Mehrweg“ mit Programmen
(Deutsch-Russische HipHop-Crew mit „Integrations“-Programm), Animations-
und Kommunikationsspielen;
 
- Charlotte von Mahlsdorf - Ein Leben für die Toleranz: Besuch des Gründerzeit-
museums Biesdorf;
 
- Nutzung von Möglichkeiten der interkulturellen und –aktiven Gemeinsamkeit in
verschiedenen Jugendfreizeiteinrichtungen;
 
-    ...

 
Ein Leben für Toleranz: Charlotte von Mahlsdorf. Besuch des
Gründerzeitmuseums Mahlsdorf. Foto rechts: Toleranzparty


Ausnahmslos alle Teilnehmer/innen an der Jugendbegegnung partizipierten von der
Möglichkeit, mit Jugendlichen aus anderen Ländern zusammentreffen zu können,
sich mit ihnen auszutauschen, europäische Befindlichkeiten zu artikulieren sowie
im Verlaufe und im Ergebnis der Maßnahme zu Kontakten und dauerhaften Freund-
schaften zu kommen.

 ... mit Brett und Stein für Toleranz ...

 


Plakat zur Jugendbegegnung (als jpgDatei; Original DIA A0 - reduziert auf DIN A4)

Hans-Jörg Muhs
urban-social gGmbH

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gemeinnützige
Wohnheimgesellschaft mbh
Blumberger Damm 12/14
12683 Berlin
Geschäftsführung: 
Dr. Jürgen Koch

Telefon: 030 / 56 29 26-0
Fax: 030 / 56 29 26 20
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