urban-social gGmbH
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Deutsch-Französisch-Russischen Jugendbegegnung
"Graffiti - bunt wie Europa. Teil 2.

Europäisches Jahr der Kreativität und Innovation".

Mit Mädchen und Jungen aus Marzahn-Hellersdorf, Nanterre und Kaliningrad.
12. - 21. April 2009



      


Mit der Vorbereitung der Deutsch-Französisch-Russischen Jugendbegegnung
"Graffiti -bunt wie Europa. Teil 2. Europäisches Jahr der Kreativität und Innovation"
setzten sich die Partner aus Marzahn-Hellersdorf, Nanterre und Kaliningrad
bereits langfristig Inhalte, die sich vordergründig auf das „Projekt im Projekt“ als
wesentlicher Programmbestimmtheit bezogen und sich, in Nachhaltigkeit der
Diskussion während des Internationalen Jugendforums („Assises de la jeunesse“)
in Nanterre Ende 2006 (zu Fragen urbaner Jugendkultur an den Peripherien von
Großstädten als „Ventil und Seismograph“ der Befindlichkeit junger Menschen im
Kontext ihres sozialen Lebensumfeldes) und späterer Absprachen und Vereinba-
rungen (hier insbesondere auch zur Begegnung junger Fachkräfte der Jugend-
arbeit, von Student/innen und Praktikantinnen – Streetworker/innen, Sozialpäda-
gog/innen und Sozialarbeiter/innen aus Marzahn-Hellersdorf und Nanterre im
März 2009 sowie der bereits im Feedback zur Deutsch-Französisch-Polnischen
Jugendbegegnung „Wir begegnen uns – bunt wie Europa. Graffiti für Toleranz“
vereinbarten Weiterführung des Begegnungsprojekts im Oktober 2008) auf
Komponenten der interaktiven, interdisziplinären und interkommunikativen Aktion
sowie auf entsprechende Zielgruppen ausrichteten.



Vorbesprechung der Jugendinitiative zum Graffiti-Projekt der Jugendbegegnung.
Unten: das Projekt-Ergebnis kurz vor Beendigung der Begegnung





Aus der Sicht voraussetzender Zusammenhänge in der Zweckbestimmtheit alter-
nativer Formen der Jugendarbeit, dem subkulturell geprägten Umfeld einer „vorört-
lichen Szenekultur“ in Marzahn-Hellersdorf und Nanterre sowie der bewussten,
auf Integration, Assimilation und Akkulturation ausgerichteten Konzentration auf
französische und deutsche Jugendliche, die insbesondere mit sozialen Problemen
konfrontiert sind (einschließlich hieraus resultierender Zwänge in den Quartiers
bzw. Kiezen), gelang es der urban-social gGmbH in Absprache mit dem französi-
schen Partner, mit einer Gruppe aus dem russischen Kaliningrad (Deutsch-Russi-
sches Haus) ein entsprechend konträres Pendant - weniger in der Ausrichtung auf Zielstellung, Inhalte und Programm als vielmehr zur eigenen Konstitution (intellek-
tueller und sozialer Bezug), zu finden.


Alle drei Gruppen zeichneten sich zudem durch eine positive, sehr verschieden-
artige Migrationshintergründigkeit von Teilnehmer/innen aus (deutsche Gruppe:
bulgarische, polnische, russische und portugiesische -; französische Gruppe:
vor allem islamische und in der russischen Gruppe z. T. deutsche Hintergründe).
Mit der Multikulturalität in den nationalen und regionalen Besonderheiten und der
auf das „Projekt im Projekt“ angelegten Programmkonstellation kam auch die
erwünschte Farbe und Vielgestaltigkeit in den Begegnungsverlauf.

  

Oben: Citytour Berlin. Unten: City-Rallye in Deutsch-Französisch-Russischen Kleingruppenteams

  




Die in der Vorbereitung durch den französischen Partner prognostizierten Problem-
belastungen durch Teilnehmer/innen aus Nanterre, die, so die Ankündigung, auf
Grund ihrer Situation aus erzieherischer und sozialpädagogischer Sicht schwer zu
„greifen“ und zu bewältigen wären und somit voraussehbar Schwierigkeiten berei-
ten würden (sozial indizierte Verhaltensauffälligkeiten, Defizite in der Wahrnehmung
und hieraus resultierender Störungen des Sozialverhaltens, Auffälligkeitssyndrome
etc.), konnten sich im Kontext des Programmverlaufs nicht bestätigen. Hiermit
erwies sich letztlich wiederholt die Auffassung der urban-social gGmbH als zu-
treffend, dass es bei der Zielgruppenbestimmung im bi-, tri- oder multilateralen Aus-
tausch, ein entsprechendes Programm sowie eine verbindende Gemeinsamkeit und
Dynamik im Begegnungsalltag vorausgesetzt, weder ein Tabu bei der Teamzu-
sammenstellung geben sollte und die Orientierung, insbesondere sozial ausge-
grenzte Jugendliche als Teilnehmer/innen an Begegnungen zu gewinnen (Grundsatz
der Chancengleichheit) durchaus positive Wirkungen für den Gesamtverlauf der
Maßnahme haben kann.
Diese Position der urban-social gGmbH und der Jugendinitiative des Hauses
„Pro-social“ richtet sich vor allem am Charakter der Jugendwohngruppe des Hauses
selbst als auch an der Beziehung zum konkreten Sozialraum aus.

 

  Täglich im Programm: Kennenlern-, Animations- und Kommunikationsspiele


In den genannten Zusammenhängen der Einbindung entsprechender Zielgruppen
insbesondere auch im Kontrast und im Kontext extremer Unterschiede im Sozial
verhalten (Bildung, Erwartung, Wahrnehmung und Partizipation, Ausdauer und
Konzentration, Mitwirkung, Eigenantrieb, Aktionsbereitschaft und Eigeninitiative)
galt es von vornherein, das Programm der Jugendbegegnung in Übereinstimmung
mit der Zielstellung und in Ausrichtung entsprechender Methodik auf bestimmte
Synonyme in der Relevanz von Jugendkultur und Aktion, in pragmatischer Verbin-
dung zu Sprache, Lebensgefühl/-einstellung und Zukunftsvision als sozial-inter-
aktives Moment von Dissens und Konsens, zu artikulieren. Im Vordergrund standen
hierbei der Motivationsschub für die Bewältigung der eigenen Lebenssituation
(Überwindung von Grenzen), Integration (durch zunehmenden Zusammenhalt bis
zur gänzlichen Vermischung der Gruppen) und interkulturelles Lernen (bei Forcie-
rung von Selbstwertgefühl und Akzeptanz des[r] jeweils Anderen in den Phasen
des gemeinsamen als auch individuellen partizipativen Programmerlebens).

In der vordergründigen (als themenrelevanten) Darstellung des Begegnungsschwer-
punktes konnte mit der Aufgabe („Projekt im Projekt“), ein großflächiges Graffiti-
Projekt („Graffiti, bunt wie die Welt“) zu erstellen (in der Weiterführung zu einer vor-
jährigen Begegnung in Berlin), den Intentionen insbesondere der Jugendlichen aus
Nanterre und Marzahn-Hellersdorf bereits in der längerfristigen Vorbereitungsphase
und, im Konsens sowie der Sicht künstlerisch-kreativer Umsetzung entsprechender
Motive durch die russische Gruppe aus Kaliningrad, entsprochen werden.
Es gelang sehr gut, einerseits viele Mädchen und Jungen über das mehrtägige
Aktionsmoment der Gestaltung eines eigenen Kunstwerkes in Form eines Groß-
flächen-Graffiti (als besondere und anerkannte Form der Jugendkultur) zu begeistern
und zu mobilisieren, anderseits aber auch, mittels des Gesamtprogramms auch
das Projektdetail „Graffiti“ als eine von vielen Aktionen im Begegnungsverlauf zu ver-
mitteln.
Letztlich erreichte auch der allgemeine Begegnungsverlauf in seiner Vielfalt und in
der Ausrichtung auf den interkulturellen Dialog durch das gemeinsame Erleben ent-
sprechende Wirkungen.

   

Oben: innovativ und total kreativ. Papiermodenschau. Unten: Model-Performance zur Mode-Präsentation


   


Eine besondere Funktion kam der Methode der Animation zur Hinwendung der/s
Einzelnen in die Gesamtheit und so zum Engagement im Projektverlauf zu (Motiva-
tion, Gemeinschaftsfähigkeit).
Grundsätzliches Interesse kam der Kommunikations- und Beteiligungsfähigkeit in
Einheit einer trilateralen Gruppendynamik im entsprechenden Aktionsrahmen zu.
Hierbei stand der Wille zur Aktion zunächst über dem Ergebnis der Aktion (z. B.
sollte sich im Graffiti-Projekt jede/r probieren und seine eigene „Handschrift“ im
letztlich mehr- oder weniger wahrnehmbaren Detail des Gesamtkunstwerkes hinter-
lassen können). So war einerseits der Anspruch an die „führende Hand“ und der
Einfluss auf Idee und Motiv (im Zusammenhang mit der Anleitung durch profilierte
Jugendliche der Jugendinitiative), andererseits die Chance, sich selbst im gemisch-
ten Team einbringen und entdecken zu können, unabdingbare Voraussetzung für
den Projekterfolg.
In den Darstellungs- und Aktionsformen offerieren die Mädchen und Jungen offen,
ehrlich und polemisch ihre Angebote (und Erwartungen) an die Gesellschaft und
artikulieren sich locker, frei und ungezwungen zu ihren Idealen und Kontroversen
bezüglich des Seins.

Dem vorausbestimmten als auch improvisatorischen Projektimpuls kam, im tägli-
chen gemeinsamen Erleben, der individuellen Partizipation, dem Dialog, der Methode
der Vermittlung von Wahrnehmung, der Erkenntnis und Wertung in der europäischen
Dimension jugendspezifischer Gemeinsamkeiten [innovative Auseinandersetzung mit
der Umwelt/dem Umfeld/mit dem(r) Lebensidentität/Kultur des(r) jeweils Anderen) im
Programm entsprechende Bedeutung zu. Die tatsächliche Tages- wie
Aktionsgestaltung lebte so in und durch die Möglichkeit der Einflussnahme durch
das eigene Engagement und die offene Gruppendiskussion.


              

... Freundschaften entstehen und festigen sich.

 


Der veranstaltenden urban-social gGmbH und der Jugendinitiative des Hauses
„Pro-social“ war an der Schaffung entsprechender Programmfreiräume, die den
Mädchen und Jungen die Gelegenheit gaben, „sich selbst zu (er-)leben, ihre eigenen
Identitäten und Befindlichkeiten darzustellen und sich so „interessant“ machen für
die anderen machen zu können, gelegen (Ideenfindung für das Graffiti; das Gespräch
auf Baugerüst beim gemeinsamen sprayen; Nationalitätenabende; Kommunikations-
und Animationsabende; Cityrallye in gemischten Kleingruppen, Kreativaktion Papier-
modenschau, Aktionstag im Jugendklub „Mehrweg“ …). In diesem Kontext ver-
mochten es die Jugendlichen relativ schnell und unkompliziert, sich selbst als die
eigentlichen Akteure der Begegnung zu begreifen, und die Disponibilität der anderen
als Bereicherung zu empfinden. In den Projektzusammenhängen erlebten sie sich so
letztlich als besonders wichtig und unverzichtbar. Die emotional sehr beeindruckende
Äußerung eines Nanterrer Mädchens im Feedback der Begegnung brachte die
Gefühlswelt vieler Teilnehmer/innen auf den Punkt: „… noch nie in meinem Leben
waren mir andere so nahe wie hier. Ich habe gemerkt, wie sehr ich euch brauche und
ich habe verstanden, dass ihr ohne mich nicht auskommt. Wenn ich wieder zu Hause
bin werde ich ein ganz anderer Mensch sein. Ich kann mehr als mir alle zutrauen.
Das erste Mal habe ich richtige Freunde gefunden …“. Dieses Bekenntnis unter-
stützten auch andere Jugendliche in Bezugnahme auf die eigene Befindlichkeit.
Die Jugendlichen selbst begriffen sich zunehmend als der Ausgangspunkt der
Begegnung und seiner Inhalte, standen in deren Mittelpunkt und erwiesen sich letzt-
lich auch als ursächlichen Adressaten der Wirkungen, die von ihnen selbst, von den
gemeinsamen Aktivitäten ausgingen.

Eine ganz besonderer Identitätsbezug kam im Begegnungsverlauf den Mädchen und
Jungen aus Russland (Kaliningrad) zu. Sie erwiesen sich in ihrer intellektuell und
sozial überlegenen Situation als gleichwertige Partner, die es – auch Dank der Füh-
rung der Gruppe durch die Leiterin des Deutsch-Russischen Hauses in Kaliningrad,
Minna Wall – verstand, direkt auf die Positionen der anderen Gruppen einzugehen
und sich sofort zu integrieren. Hierdurch konnte erstens ein positiver Effekt für den
Gesamtverlauf der Begegnung erreicht und zweitens ein, wesentlich auch durch die
Berliner Gruppe und die Jugendinitiative beeinflusster Part des auf Toleranz,
Akzeptanz und Pluralität ausgerichteten Projektbezuges übernommen werden.
In der Konformität in den eigenen Beziehungen zum Programm und seinen Projekten
gestaltete sich für die Jugendlichen aus Marzahn-Hellersdorf eine besondere Form
der Disponibilität und der Anleitung (insbesondere bei der Erstellung des Graffiti).
Bei aller Verschiedenheit und unterschiedlicher Herangehensweise und Wertung
einzelner Programminhalte vermochten es die Jugendlichen selbst (insbesondere
durch unkomplizierte und schnelle Kontakte durch das Kennenlern-, Kommunikations-,
Sprach- und Animationsspiel sowie die uneingeschränkten Möglichkeiten eigener
Verantwortungsübernahme im Aktionsbereich) auf einen „gemeinsamen Nenner“ zu
kommen.

 

Empfang und Führung in der Russischen Botschaft


Auf der Internetseite der urban-social gGmbH wird dem Aktions- und Gemeinschafts-
sinn (siehe unter http://www.pro-social.de/Jugendinitiative_Archiv_Graffiti_Teil2.htm)
in einer Einschätzung (der Jugendinitiative) Rechnung getragen, die hier insbeson-
dere auf das Graffiti-Projekt zielt, jedoch auf den Gesamtcharakter der Begegnung
übertragbar ist:
„Gemeinsam mit den Jugendlichen aus Nanterre und Kaliningrad grübelten sie (die
Mädchen und Jungend der Jugendinitiative) über Motive und brachten ihre Ideen erst
aufs Papier, dann auf die Wand.
Und es hat Spaß gemacht, zusammen auf dem Gerüst zu stehen und über Gott und
die Welt zu sprechen, sich am Spray des Freundes (oder der Freundin) "nebenan"
zu erfreuen und eigene Fortschritte bemerken zu können.
Die Jugendlichen erhielten viel Zuspruch von den Mieterinnen und Mietern im Kiez.
In Erinnerung bleibt die große Freude über das Fassadenkunstwerk bei der sympathi-
schen vietnamesischen Blumenverkäuferin an der Straßenecke, die Begeisterung
der Rentnerin Frau Becker " aus der Nebenstraße", von Herrn x,y,z "von gleich
nebenan", dem Vizepräsidenten des Berliner Taekwondo-Verbandes, Fred Gierschner
sowie den Vereins-Kids, und die offizielle Würdigung der Jugendstadträtin des Bezirks,
Dr. Manuela Schmidt. 



 

Schminken für die Euro-Party, "Euro-Kuss".  Unten: Programm zum Deutschen Länderabend.
Die Marzahner HipHop-Crew C.N.R.C.


 



Der allerwichtigste "Nebenbei-Effekt": auf dem Baugerüst festigten sich Freund-
schaften, entstand so etwas wie ein "solidarisches Miteinander" der Sprayer/innen;-).
Die meisten Jugendlichen hielten zum ersten Mal eine Spraydose in der Hand.
Aber, es war ein Anfang, nicht das Ende!
Natürlich ist der Stolz auf das entstandene Graffiti groß.
Und es findet positivste Beachtung, dass sich Jugendliche verschiedener Herkunft
und Nationalität mit Freude und Enthusiasmus treffen, um ein gemeinsames Projekt
anzugehen.
Die Jugendinitiative dankt dem Deutsch-Französischen Jugendwerk für diese Möglich-
keit gemeinsamer Aktion während einer Jugendbegegnung“.

Den sich mit der Projektorientierung ergebenden grundsätzlichen Zielstellungen für die
praktische Programmgestaltung in Einheit von Kontinuität und Flexibilität wurde in
allen Begegnungsphasen entsprochen:

- Auseinandersetzung mit der deutschen, französischen und russischen Wirklich-
keit als Teil europäischer Identität in Gesprächen, Diskussionen, bei Länderabenden
und Spielen (Kommunikations- und Informationslinie)
 
- das gemeinsame Erleben von Werten und Kulturen in der abgestimmten
Programmaktion; Einbringen in Formen der Jugendkultur (mit der Möglichkeit der
Selbstdarstellung). Neue Wahrnehmung: Einheit in der Vielfalt, Selbstvertrauen und
Stolz auf die eigene Leistung (ich/wir sind von besonderer Bedeutung für den
Projekterfolg).
  > Projekt Großflächengraffiti (von der Idee über die Skizze, die „Spray-Anleitung“
bis zum eigenen Spray an eine „eigene Wand“ auf „eigens aufgestelltem
Gerüst“ und „offiziell abgesegnet“)
  > Eigene Gestaltung von Aktionsbereichen während des Jugendaktionstages im
Jugendklub „Mehrweg“ (z. B. alkoholfreie Cocktail-Bar, Spiele usw.)
 
- die kommunikative Wahrnehmung des jugendspezifisch Verbindenden im tägli-
chen Dialog und in der Einheit gemeinsamer Interessen (bei Akzeptanz von
Dissens im ganzheitlichen Konsens; Einheit in der Vielfalt)
 
- die Symbiose von innovativem Lernen und kreativer Nachhaltigkeit bei der eigenen,
wechselseitigen Identitätsfindung (Kreativität und Innovation in der Kausalität von
interkultureller Kompetenz und Assimilation)
  > Papiermodenschau (von der Idee im Team über das Rollenspiel [Gestaltung
einer darstellenden Performance in Papier] und die entsprechende Kreation bis
zur Präsentation …
  > Wettbewerb „wir beschreiben Euch Euer Land, Eure Stadt …“ – (Kommunika-
tion, Kreativität, Aktion, Präsentation …)
  > Aktionstag im Jugendklub „Mehrweg“
  > Führung durch den Europäischen Skulpturengarten (Geschichten und Hinter-
gründe des ersten internationalen Großkunst-Projektes der
urban-social gGmbH) sowie Vermittlung weiterer Projektergebnisse bisheriger
Begegnungen
  > tägliche Spiele-Abende (Sprach- und Animationsspiele); Gemeinsame Ideen-
findung für den Freizeitbereich
  > Wahrnehmung und Artikulation von Wertorientierungen und europäischen
Befindlichkeiten (Kommunikations- und Erkenntnisebene)
  > Gespräch mit Botschaftsrat beim Empfang während der Führung in der russi-
schen Botschaft
  > Talk mit der Stadträtin für Jugend und Familie des Bezirks Marzahn-Hellersdorf,
Dr. Manuela Schmidt, während der Übergabe der Graffiti-Projektwand
  > Wettbewerb „wir beschreiben Euch Euer Land, Eure Stadt …“
 
- Erleben Berlins und das Kennenlernen von Vorzügen und Problemen in den Stadt-
und Sozialräumen Marzahn-Hellersdorfs (Abbau von Vorurteilen und reale Sicht auf
Alltägliches)
  > Vorzüge des interkulturellen Berlin; Frankreich und Russland in Berlin ent-
decken (thematische Stadtführung)
  > Erlebnis City-Rallye: Berlin-Erkundung nach Auftrag und in Eigenregie gemisch-
ter Kleingruppen
  > „Argumente statt Gewalt. Toleranz auf Auftrag“.
Gespräch mit dem Präventionsbeauftragten des Polizeiabschnitts 62 zur Präven-
tion von Gewalt und Jugendkriminalität an den Schulen und in Jugendeinrich-
tungen
  > Jugendinitiative des Hauses „Pro-social“ zu Aktionen des bürgerschaftlichen
Engagements: „lieber viel Mehr als viel zu Wenig. Jede® anders, alle gleich“
(Information, Motivation)
  > „Sport gegen Gewalt“. Im Gespräch mit dem Vizepräsidenten des Berliner
Taekwondo-Verbandes, Fred Gierschner. Toleranztraining.
  > Diskussionen mit der Jugendinitiative des Hauses „Pro-social“ zu Aktionen des
bürgerschaftlichen Engagements: „lieber viel Mehr als viel zu Wenig. Jede®
anders, alle gleich“.
  > Ein Leben für Toleranz und Akzeptanz: Charlotte von Mahlsdorf. Besuch und
Führung durch das Gründerzeitmuseum Mahlsdorf (Alt-Berlin in Hellersdorf)
  > Ökologie und Umwelt; Stadtentwicklung. Wuhlewanderung. Synonyme eines
Bezirks: Stadtraum und Natur. “Zum ökologischen Wert naturbelassenen Stadt-
raums“. Besichtigung des Unfallkrankenhauses Berlin …
 
- Abbau von Vorurteilen, Toleranz und Entwicklung/Förderung von Verständnis und
Toleranz im Umgang miteinander. Begreifen des Andersseins als Bereicherung
(kulturelle Vielfalt, sexuelle Orientierung, Religionen, Welt(an)sichten ...
  Geschichtsexkurs zur Auseinandersetzung mit dem deutschen Faschismus.
Besuch und Führung Parkfriedhof Marzahn:
  > Sowjetisches Ehrenmal
  > Stele der Opfer faschistischer Zwangsarbeit
  > Gedenkstein für junge polnische Zwangsarbeiterinnen
  > Gedenkstein für Opfer des Faschismus – ermordete deutsche Antifaschisten
  > Gedenkstätte für die ermordeten Sinti und Roma (ehemaliges Lager in Marzahn)
 
- Förderung von Interesse für die Sprache des/der jeweils Anderen
  > Sprachanimation im Kennenlern- und Kommunikationsspiel
  > Programmsituationen, die Kommunikation und Sprachinteressen fördern und
notwendig machen (z. B.: Stadtrallye in gemischten Kleingruppen)
 
- Möglichkeiten des Entstehens und der Festigung stabiler und dauerhafter Freund-
schaften sowie Bindungen der Jugendlichen untereinander …
  > gemeinsamer Tagesablauf, Projektarbeit, das „Aufeinander-angewiesen-sein“)
  > Anspruch des Inhalts/der Methode jeder Maßnahme als Anspruch an jede(n)
Einzelne(n) in der Gemeinschaft
  > Sensibilisierung für die geschlechtsbewusste, gleichberechtigte Teilhabe aller
an allen Programmaktionen (Gender Mainstreaming); echte Gleichstellung bei
gemeinsamer Partizipation
 
- Gewährleistung ständiger Beweglichkeit/Mobilität und Flexibilität in der Programm-
gestaltung sowie Feedback und Kommunikation im Tagesablauf


Der mit dem Begegnungsinhalt verbundene Toleranzgedanke fand seine Umsetzung
natürlich zuallererst im Alltagsverhalten und im umgänglichen Miteinander.
Die Jugendlichen fühlten sich nicht nur aufeinander angewiesen, sie suchten die Nähe
zum/zur jeweils anderen. Die Hinwendung zur teamübergreifenden Identität wurde
durch die abgestimmte Programmkoordination und Maßnahmen, die das Gemein-
same im Einzelnen/Individuellen herausforderten, zusätzlich bestärkt. Von vornherein
galt für die Determination und Interpretation der Projektphasen – von der Abstraktion
in der Planung, über die konkrete Vorbereitung bis hin zur Realisierung des partizi-
patorischen Moments im gemeinsamen, projektierbaren Detail sowie die einheitliche
Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und innovatives „Lernen durch Erleben“ mittels
projektorientierter Arbeit als vordergründig.

   

Toleranz als Thema: Gespräch mit dem Präventionsbeauftragten des Polizeiabschnitts 62


 


Letztlich führte die Jugendbegegnung zu neuen Sichten, zu Selbstvertrauen und zu
Freundschaften unter den beteiligten Jugendlichen und stabilisierte dauerhaft und
nachhaltig das Bild zum jeweils anderen Partner (Überwindung eventueller Vorurteilen
und Stigmata eingeschlossen). Die Ausrichtung des Programms war auf die
entsprechenden Zielgruppen ausgerichtet und konnte so seine Wirkung erreichen.

Mit dem Programm als Maßnahmekonzept, den Inhalten und vor allem auch den
Methoden zur bewussten Bewältigung des Begegnungsalltags ergaben sich, bei
sinnerfüllter kommunikativer und struktureller Konstellation und partizipativer Inte-
ressiertheit/Erwartung an der Programmteilnahme (Multiplikator/innenwirkung)
sowie gewollter und den Konsens im Dissens fördernder Akzeptanz verschiedener
Wert-/Weltansichten und individueller Befindlichkeiten eine Vielzahl von Möglich-
keiten, pädagogische Mittel und Hilfsmittel einzusetzen und hierbei (z. T. aus der
Situation heraus) ein ständiges Spannungsfeld aufzubauen.
Die Programmmethode konzentrierte sich insbesondere auf das vorwiegend senso-
motorische, sozial-kommunikative, emotionale und sprachlich-kognitive Moment im
Spiel, während der Aktion und im Projekt, dabei letztlich auf die Forcierung von
Eigeninitiative.
Es bewährten sich wiederum insbesondere Methoden des interaktiven, interkultu-
rellen und interdisziplinären, alle Teilnehmer/innen einbeziehenden Spiels (Rollen-,
Situations-, Vertrauens- und interdidaktisches Spiel als soziale Interaktionsformen).

Als eine wirksame Methode der Einbindung und Aneignung erwiesen sich das
„Projekt im Projekt“, das Gespräch/der Erfahrungsaustausch und die Teilhabe an
interaktiven, -disziplinären und –kulturellen Maßnahmen. Mit den Ansätzen
pädagogisch-methodischen Projektausrichtung (Situations-/Erlebnis-/Erfolgs- und
Wahrnehmungspädagogik) gelang es, die Teilnehmer/innen in ein konstruiertes
Stigma zu führen (das Ergebnis der Begegnung hängt im Wesentlichen von Euch
ab), welches sie unmittelbar (heraus) forderte und sie zu Entscheidungen zum
Handeln und zum Miteinander bewog (Learning by Doing).

 

Spitze: kulinarisch und kulturell. Modern und traditionell. Russischer Länderabend



In seiner Anwendung und beabsichtigten Wirkung konzentrierten sich die Methoden
auf die Reflexion der eigenen kulturellen Identität im Kontext gleicher europäischer
Ideale, die Überprüfung eigener Wertvorstellungen und den Abbau von Vorurteilen,
auf Empathien (sich kognitiv in die/den jeweils Andere/n hineinzuversetzen, andere
Gefühle zu teilen [zumindest zu akzeptieren]), auf die Wahrnehmung möglicher
Diskriminierungen aus der Minderheitsperspektive (und etwas dagegen zu unterneh-
men) und auf das Begreifen ideeller Unterschiede im Denken, Fühlen und Tun (des
Andersseins und der kulturellen/weltanschaulichen/religiösen Vielfalt) als Bereiche-
rung des eigenen Weltbildes.

Als wesentliche methodische Formen der Programmrealisierung erwiesen sich
hierbei:

- das „Projekt im Projekt“ (Kreativ- und Präsentationswettbewerbe, Graffiti etc)
- der Erfahrungsaustausch, das Gespräch
- die Eigengestaltung Nationaler Länderabende
- Kommunikationstraining, nonverbale Übungen, Spiele
- die Einbeziehung interaktiver Medien
- thematisch ausgerichtete Aktionen
- das ständige Feedback
- die Dokumentations- und Öffentlichkeitsarbeit

Die Anwendung entsprechender Methodik ging konform der Zielstellung und den
Programminhalten. Sie hatte damit eine bestimmte, auf die Gruppendynamik wirken-
de, motivierende und aktivierende Funktion.
Voll im Trend: Papiermodenschau. Kreativ und innovativ.



Teil der Bezirkserkundung: Action. Rettungsvorführung einer Hubschrauber-Crew am Unfallkranken-
haus Berlin.
Unten: Teakwondo. Toleranztraining






Die sprachliche Verständigung zwischen den deutschen und den russischen Jugend-
lichen erfolgte unkompliziert in Deutsch bzw. Englisch. Etwas problematischer ge-
staltete sich die Verständigung mit den französischen Freunden aus Nanterre.
Da hier, bis auf eine Betreuerin, die über einen mäßig fundierten Wortschatz der
deutschen Sprache verfügte, ausschließlich französische Sprachkenntnisse vorhan-
den waren und das Bemühen, mittels Kommunikations- und Animationsspielen für
die deutsche Sprache zumindest in Ansätzen zu interessieren anfangs recht wenig
Erfolg hatte, richteten sich die deutschen und russischen Teilnehmer/innen verstärkt
auf einen „Einstieg“ in die französische Sprache ein.
Ein Mädchen und ein Junge der Jugendinitiative des Hauses „Pro-social“ verfügt über
mäßige, ein Mädchen über fortgeschrittene und recht stabile französische Schul-
sprachkenntnisse und darüber hinaus über besonders Fähigkeiten zur Realisierung
von Sprachanimation und Kommunikationsspielen.

In Einbeziehung eines Sprachmittlers, der über ausgezeichnete französische und
englische Kenntnisse verfügt, fanden, initiiert von den Freunden der Jugendinitiative
allabendliche Sprachspiele und –animationen statt. Außerordentlich positiv wirkte
sich aus, dass der noch junge Sprachmittler sich von Anbeginn der Begegnung direkt
in das französische Team integrierte und sich als Teil der Gruppe verstand.
Damit kam auch eine besondere Vertrauensebene zustande, die über die Sprach-
mittlung hinausging.
Ansätze, sprachlich „auf einen Nenner“ zu kommen, gab es auf eigenen Antrieb
dort, wo einerseits der unbedingte Bedarf an Kommunikation bestand (z. B. auf dem
Gerüst beim Graffiti-Projekt) und andererseits, wo die entsprechende Gegebenheit
eine Verständigung, wie auch immer praktiziert, erforderlich machte (z. B. während
der Cityrallye in gemischten Kleingruppen).
In bestimmten Situationen zeigt sich der kommunikative Umgang Jugendlicher ohne-
hin unkompliziert und wenig problematisch.

 

Oben: Arbeit im Graffiti-Projekt. Unten: Projektübergabe an die Jugendstadträtin des
Bezirkes Marzahn-Hellersdorf, Dr. Manuela Schmidt





Die eigentliche deutsch-französisch-deutsche bzw. englische Übersetzung erfolgte
sehr sicher und in Unterstützung durch Jugendliche der deutschen Gruppe (insbeson-
dere vom deutschen ins englische) durch den o. g. Sprachmittler sowie, in Ansätzen
durch die französische Betreuerin (nach Erfassung der Übersetzung oft noch Zusätze,
die erklärend auf das Begreifen bestimmter Aussagen Bezug nahmen).
Die Teilnehmer/innen aller drei Gruppen kamen mit dieser Art der Sprachmittlung gut
zurecht.
Im Übrigen waren die Erwartungen an die französischen Freunde in Bezug auf ein
besonderes Interesse am Erlernen der deutschen Sprache bereits von vornherein nur
relativ gering. Vielmehr legte die urban-social gGmbH besonderes Augenmerk auf
soziale Integration mittels gemeinsamer Aktion. Hier setzte sie natürlich auf weitere
Kommunikationsformen.
Mit dem Ende der Jugendbegegnung verfügten die französischen Mädchen und
Jungen über einen deutschen Minimalsprachwortschatz der einerseits einen gewissen
Stolz der Jugendlichen selbst und anderseits auch die Anerkennung der deutschen
und russischen Teilnehmer/innen bewirkte, ganz sicher aber nicht als Grundstock
künftiger Interessiertheit am Erlernen dieser Sprache gelten kann.

Im alltäglichen Feeback wurde sich neben einer in der Regel recht kurzen allgemei-
nen Auswertung des Begegnungsablaufs auf die Vorbereitung des Folgetages
konzentriert.
Insbesondere auch durch die Deutsche Gruppe (hier vor allem die Mädchen und
Jungen der Jugendinitiative) erfolgte eine gründlichere, jeweils nachbereitende Tages-
bilanz, in der die Einzelmaßnahmen und Projekte ausgewertet und für eine Foto-
sammlung in Bildbearbeitung, Grafik und Kurzinfo aufbereitet wurden.
Diese Retrospektive auf das Geschehen des Tages in Form kurzer Sätze, Headlines
und Bilder bildete im weiteren Verlauf eine wichtige Grundlage zur Erstellung von
Dokumentationen für die Gruppen.
Letztlich gelang es, noch vor Abschluss der Begegnung ein DIN-A0-Plakat zu
erstellen, welches wesentliche Inhalte und Höhepunkte der Begegnung darstellte.
Dieses Plakat konnte den Gruppen sowie der Jugendinitiative des Hauses „Pro-social“
und der urban-social gGmbH während der Abschlussveranstaltung, zusammen mit
eigens für diese Begegnung kreierten und im Siebdruck hergestellten T-Shirts und
speziellen Zertifikaten für jede/n Teilnehmer/in übergeben werden.
In den Gruppen sind, neben entsprechenden Aufbereitungen der Begegnung durch die
urban-social gGmbH und die Jugendinitiative des Hauses „Pro-social“ für die
Veröffentlichung auf der Internetseite, eigene Formen zur öffentlichen Wahrnehmung
angedacht.
Die Deutsch-Französisch-Russische Jugendbegegnung erreichte seine Öffentlichkeits-
wirksamkeit vor allem durch den Projektcharakter.

Das „wie“ der Programmauswertung stand in direktem Zusammenhang mit entspre-
chenden Erfordernissen, Notwendigkeiten und vor allem den sich in zunehmendem
Programmverlauf verdichtenden Vorschlägen zur weiteren Gestaltung der Projektarbeit.
Nuancen und Fragen der Programmauswertung gingen so, mit der freien Diskussion
und im interkulturellen Kontext, in die Weiterführung der Begegnung ein.
In diesen Zusammenhängen wurde insbesondere auch die Jugendinitiative des
Hauses „Pro-social“ aktiv.
In der gemeinsamen Auswertung am Ende der Begegnung wurde insbesondere der
Dank an das Deutsch-Französische Jugendwerk für die Förderung von Maßnahmen in
trilateraler Zusammensetzung zum Ausdruck gebracht.

 

Aktiv: "Mehrweg"-Jugendaktionstag und Minigolf in Marzahn-Nord




Interessant war, dass es bis auf die Betreuerinnen, bislang keinerlei Kontakte der
Jugendlichen aus Frankreich zu deutschen Mädchen und Jungen und überhaupt keine
konkreten Vorstellungen zu „Jugend in Russland“ gab.
In der Programmauswertung werteten dann auch die Teilnehmer/innen sowohl aus
Marzahn-Hellersdorf als auch aus Nanterre und Kaliningrad die Begegnung als einen
wichtigen Anfang, der eine unbedingte Weiterführung finden sollte.
Im Feedback kam, resultierend auf den Gesamtblick auf die Begegnung, eine
eindeutige Positionierung für Projekte, die „eigentlich nur so richtig interessant sind,
wenn man sie mit Freunden machen kann, von denen man bisher überhaupt nichts
wusste“ und wenn sie in ein Programm eingebettet sind, dass sich von den Stereo-
typen des „normalen“ Alltagsdaseins grundsätzlich unterscheidet.
Insbesondere die Nanterrer Jugendlichen brachten im direkten Gespräch und, verstärkt
über ihre Betreuerinnen, zum Ausdruck, dass sie sich erstmals als „etwas ganz
Besonderes verstehen konnten“, als Teil eines Ganzen.

Die Jugendbegegnung hat Spuren hinterlassen, die nachhaltig auf spätere Entwick-
lungen der Jugendlichen, vor allem auch in Nanterre, wirken werden.
Für die teilnehmenden Mädchen und Jungen aus Marzahn-Hellersdorf, Nanterre und
Kaliningrad ergaben mit einem anspruchsvollen Programm, mit individuellen
Freundschaften und mit einem neuen Weltbild als junge Europäer/innen (ein Bild, in
dem sich Europa anders darstellt als im eigenen Kiez bzw. im Quartier) gleichsam
Ideale eines erstrebenswerten Miteinander im Kontext gemeinsamer Interessen.

Insgesamt wurde der Zeitraum der Begegnung als viel zu kurz gewertet (das hat seine
natürliche Ursache in der zunehmenden Durchmischung der Gruppen, in den
entstandenen Kontakten und Freundschaften sowie in der eindeutigen Positionierung
für das Programm und seiner Inhalte).
Die trilaterale Jugendbegegnung "Graffiti - bunt wie Europa. Teil 2. Europäisches Jahr
der Kreativität und Innovation" traf die Intentionen, den Nerv der Jugendlichen und
wurde auf sehr hohem Niveau durchgeführt. Die Dichte, der Anspruch und die
fordernde/fördernde Intensität der Programmbausteine stellte sich in der Gesamtaktion
des jeweiligen Programmalltages als geschlossener Maßnahme-Zyklus dar. Hierbei
ging das Leitungsteam der urban-social gGmbH in Absprache mit den Leitungen der
Partnergruppen davon aus, Aktion und Ausgleich in der Kurve (Spannung/Ent-
spannung; Spannung in Wellen bis zum Höhepunkt und schließlich Auflösung durch
Entspannung im Ausgleich) zu planen und zu realisieren.



Plakat zur Jugendbegegnung (Original DIN A0 reduziert auf DIN A1; als jpg; 400 kb)


Hans-Jörg Muhs
urban-social gGmbH

 

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gemeinnützige
Wohnheimgesellschaft mbh
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