urban-social gGmbH
eingetragen im HRB 67969 beim
Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
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Kto.-Nr.: 2088 500 800
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27/602/52107






        



                                                   


"Pfingstcamp 2009 - Toleranz im Sport, Fairness ist Trumpf "
Deutsch-Polnisch-Weißrussische Jugendbegegnung in Berlin
25.05.-02.06.2009


In Vorbereitung auf die Deutsch-Polnisch-Weißrussische Jugendbegegnung verstän-
digten sich die Initiatoren aus der polnischen Partnerstadt Marzahn-Hellersdorfs,
Tychy, aus dem Partnerbezirk „Oktober“ der weißrussischen Hauptstadt Minsk
sowie von der gastgebenden urban-social gGmbH langfristig und in abgestimmter Ko-
ordination auf die die inhaltliche Zielstellung im Kontext des Charakters und beab-
sichtigter Wirkungen der trilateralen Maßnahme.

Bereits während der ersten Absprachen zur vorjährigen Deutsch-Polnisch-Weiss-
russischen Multiplikatorenbegegnung der urban-social gGmbH, mit der Vorstellungen
und Ideen in (städte-)partnerschaftlicher Konsistenz und im Trialog um die Ausrich-
tung im Planungsverfahren für das „Europäische Jahr der Kreativität und Innovation“
in 2009 diskutiert und mit interkulturellen Inhaltsbezügen unterlegt wurden, fanden
sich grundsätzliche Ansätze für die gemeinsame Vorbereitung der Jugendbegegnung
in seiner inhaltlichen Programmgestaltung:
 

-

Bezugnahme auf das durchgängige partizipatorische Moment im Begegnungs-
alltag der Kinder aus Marzahn-Hellersdorf, Tychy und Minsk

 

-

Spiel und Spaß. Schaffung von Möglichkeiten interkultureller Kommuni-
kation durch Animation und Aktion

 

-

Schaffung von Höhepunkten im gemeinsamen Leistungsvergleich

 

-

Flexibilität im Programm, Vermeidung von Dogmen und „verkrampfter“
Strukturierung des Alltags

 

-

Freiräume für Eigeninitiative, Schaffung von Aktionsräumen (hier z. B.
Aktionstag Abenteuerspielplatz der Spielplatzinitiative Marzahn-Nord)

-

Interessenausgleich durch Möglichkeiten der Projekteinbindung („Projekt im
Projekt“)

 

-

Kreativ- und Innovationsspiele („Wir beschreiben Euch Eurer Land, Eure
Stadt“)

 

 

Präsentationen von Projektergebnissen (Erfahrungen und Ergebnisse,
Schlussfolgerungen)

 

-

Kunstprojekt „Ich bin mein eigenes Kunstwerk“

-

Förderung von Toleranz durch allgegenwärtige Akzeptanz- und Vertrauensbasis
(teamübergreifend, mit- und untereinander)

 

-

Aktionsspiele in gemischten Gruppen, Vertrauensspiele („Zauberwald“,
Cityrallye in trilateralen Kleingruppenteams …)

 

-

Sport gegen Gewalt (Toleranztraining im Taekwondo)

 

-

Vordergründige Einbeziehung der Jugendinitiative des Hauses „Prosocial“

-

Integration insbesondere sozial benachteiligter Kinder

 

-

„Highlights“ für alle Teilnehmer mit der Offerte, im sportlichen und spiele-
rischen  Leistungsbezug „zu punkten“, Berücksichtigung sozialer Deter-
minanten, gute „Mischung“ bei der Bewältigung von Programmaufgaben

 

-

Allgemeiner Aktionsbezug: „Jede® anders –alle gleich“, „Eine(r) für alle,
alle für Eine(n)“. Brückenfunktion von Sport und Spiel für Integration und
Akzeptanz

 

-

Berücksichtigung der Einbeziehung von Kindern und Jugendlichen mit
problematischem sozialen Bezug und mit Migrationshintergrund aus Mar-
zahn-Hellersdorf (Stärkung in der „Rolle des Gastgebers“

-

Demokratie und Europa

 

-

„[Berlin in …] EUROPA [… in Berlin] entdecken“; Citytour mit Parla-
mentsführung, Parlamentsspiel

 

-

Gespräch mit der Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung Mar-
zahn-Hellersdorf von Berlin, Petra Wermke

-

Urbanes Stadtbild und ökologische Umwelt

 

-

Ökologische und urbane Erkundung des Stadtteils mit dem Stadtrat für
Ökologie und Stadtentwicklung des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf,
Norbert Lüdtke

-

Multikulti-Bezug: Kulturen, Religionen, Lebensweisen

 

-

Gärten der Welt in Marzahn (Chinesischer, Balinesischer, Orientalischer,
Englischer, Italienischer, Koreanischer und Japanischer Garten) sowie
die „Entdeckung der Fabelwelt“ im Märchengarten

-

Sportlicher Leistungsvergleich

 

-

Individuell: Kampf um Punkte für das Fußballabzeichen des DFB

 

-

In Gruppen:
Teilnahme am Internationalen Pfingstturnier der D-Jugend des FC Nord-
ost Berlin: Kampf um den Toleranzpokal der urban-social gGmbH

 

-

Gender Mainstraem:
Freundschaftsvergleich mit der Mädchenmannschaft des FC Union Berlin


  

                    Erlebnis Berlin - Citytour

Mit dem übergreifenden Thema  "… Toleranz im Sport" – leitete sich für die Initiato-
ren gleichsam der inhaltliche  Schwerpunkt, der sich auf der Grundlage gemeinsa-
mer Interessen festmachen sollte – das solidarische Mit- und Füreinander im freund-
schaftlichen Leistungsvergleich und bei sinnvoll gestalteter gemeinsamer Freizeit -
als verbindendes Detail in der Gesamtheit von Aktivitäten, ab.
Bei Sport und Spiel sowie im ganzheitlichen Erleben des gemeinsamen Tagesab-
laufs sollten die  Kinder Toleranz untereinander praktizieren und die Vorzüge von
gewaltfreiem Miteinander erleben.



                                                      

Begrüßung der Gruppen zur Jugendbegegnung durch die Vorsitzende des Marzahn-Hellersdorfer
Städtepartnerschaftsvereins e. V. und Danksagung durch den Geschäftsführer der urban-social gGmbH,
Dr. Jürgen Koch. Erstes Treffen im Skulpturengarten des Hauses "Pro-social"


In der Programmerstellung wurde entscheidendes Gewicht auf das Kennenlernen
der jeweils anderen Länder und Kulturen gelegt. Aus den entstehenden Kontakten
der teilnehmenden Kinder wurde eine Grundlage für den Abbau von Vorurteilen und
eine kritische Reflexion des eigenen Standpunktes erwartet.
Als wesentliche Kriterien stellte das Programm hierbei das erlebnisorientierte und
dauerhafte Freundschaften begünstigende, nachhaltig partizipatorische Moment für
die Kinder in den Mittelpunkt des Begegnungsverlaufs.

Nicht Leistungs- sondern insbesondere Erlebnisfaktoren sollten von Bedeutung sein.
Als Konsequenz ergab sich der Vorbehalt, entgegen einer starren Planung flexibel
auf Eigeninitiative und Bedürftigkeit der Kinder zu reagieren und bei der bewertenden
Evaluation einzelner Maßnahmen den Intentionen der Kinder für den weiteren Begeg-
nungsverlauf zu entsprechen.

Besonderes Augenmerk galt im Gesamtverlauf der Begegnung der Ausgeglichenheit
determiniert-relevanter Geschlechtlichkeit in der Wahrnehmung identischer Inte-
ressen und gleichberechtigter Einbeziehung von Mädchen und Jungen (Gender Main-
straiming) und der besonderen Bezugnahme auf Kinder/Jugendliche in problemati-
scher sozialer Situation sowie mit Migrationshintergrund.

Die Leitungsteams sowohl aus Marzahn-Hellersdorf und Tychy als auch Minsk
bereiteten sich langfristig und konstruktiv auf die Jugendbegegnung "Pfingstcamp -
Toleranz im Sport: Fairness ist Trumpf" vor. 
Da die Partner bereits über mehrere Jahre im Austausch sind und in der Realisie-
rung von Jugendprojekten zusammenarbeiten,
sich also verlässlich kennen und vertrauen, besteht eine konstante Verständigungs-
linie, die durch eine ununterbrochene Kommunikation durch Information und Intention
zur Suche nach gemeinsamen Lösungen, gekennzeichnet ist.


       

Zu jeder nur möglichen Gelegenheit: Kommunikations-, Aktions- und Animationsspiele



                               


Vor allem auf eigenständigen Druck der Jugendinitiative gegenüber den Partnerorga-
nisationen der urban-social gGmbH (im Zusammenhang mit der namentlichen
Gruppenaufstellung) gelang es bereits in der Vorbereitung der Begegnung, vereinzelte
Kontakte (per Mail) zu Teilnehmer/innen an der Jugendbegegnung herzustellen und
so einzelne Programminhalte in die Diskussion zu bringen. So konnte z. B. auch
dem Wunsch nach der Einbindung eines Freundschaftsspiels mit einer renommier-
ten Berliner Mädchen-Fußball-Mannschaft (1. FC Union Berlin) Rechnung getragen
werden.
Zu Kontakten zwischen der Jugendinitiative des Hauses „Pro-social“ und den Part-
nern aus Polen und Weißrussland kam es bereits zur Multiplikatorenbegegnung der
urban-social gGmbH in 2008, sowie in der Mittel- und Kurzfristigkeit während bilatera-
len Jugendbegegnungen (Ende Januar/Anfang Februar 2009 [mit Minsk] und Ende
März/Anfang April 2009 [mit Tychy]).
Hier konnten bei ersten Zusammenkünften mit Jugendlichen aus Marzahn-Hellersdorf
Detailabsprachen zum Programm erfolgen, wurden Projektaufgaben diskutiert und
zusätzliche Impulse für die Programmaktion eingebracht.

Obgleich eines eigentlichen Höhepunktes im Programm, der Teilnahme am Inter-
natio- nalen Pfingstturnier des FC Nordost Berlin, erachtete es weder die urban-
social gGmbH noch der polnische Partner, die Europaabteilung der Stadtverwaltung
Tychy (mit dem Bezug auf die Jugendsportabteilung des MOSIR Tychy) für überaus
wichtig, die Auswahl der Gruppen bzw. Teilnehmer/innen nach rein sportlichen Bilan-
zen sondern vielmehr nach Kriterien vorzunehmen, die dem Gesamtanliegen der
Begegnung Rechnung trugen. Hierzu zählte vor allem die Identifizierung mit dem
Charakter, den Inhalten und den Methoden des bilateralen Programms, die eigentli-
che Mitwirkungsbereitschaft der Taemer als auch der Teilnehmer/innen. So konnte
und sollte die Begegnung von vornherein nicht als sportliche Maßnahme deklariert
und der weite Aktionsrahmen geklärt werden.
In der Partnerstadt Tychy wurde diese Aufgabe langfristig vor allem durch Ruta
Seidel, einer engagierten Koordinatorin im Deutsch-Polnischen Jugendaustausch
übernommen und in Zusammenarbeit mit der Stadt sowie dem MOSIR Tychy
realisiert.



Kreativ und innovativ - Spaß und Freude beim Aktionstag

     Abenteuerspielplatz Marzahn-Nord



Als besonders effektive Methoden in der Programmgestaltung – vor allem auch zur
Überwindung von Distanz und zur Motivation zu Nähe und Gemeinsamkeit - erwiesen
sich die vielfältigen Möglichkeiten interkultureller, - disziplinärer und –aktiver Kommu-
nikations- und Animationsspiele. Sie wurden, vorbereitet und praktiziert insbesondere
durch die Jugendinitiative des Hauses „Pro-social“ als eigenständige Aktionen in die
Veranstaltungsvielfalt des Programmablaufs eingebracht und mit anderen Maßnah-
men kombiniert.

In der allgemeinen Orientierung und Erwartung zielte die Programmgestaltung in der
Einheit seiner Vielfalt auf Eigeninitiative und situationsbestimmte Aktion.
Letztlich sollten die Teilnehmer/innen sich selbst mehr oder weniger bewusst als
eigentliche Akteure, dass Programm als ihren eigenen Bewegungsrahmen und die
Maßnahme „an sich“ als  die Möglichkeit eigentlicher, in ihrer Richtung und ihrem
Ausgang selbst bestimmte Aktion, begreifen. Die Gruppenidentität und –vermischung
entwickelte sich in der Art   selbst regulierter Initiative und kreativer Aktion, fand hier
seine akzeptable Form interkultureller Bildung und Bindung, die letztlich integrierend
und mobilisierend wirkte.
Hier vollzog sich die Balance zwischen passiver Rezeption und eigenkreativer
Mitgestaltung des Programms, auf zunehmend innovative Formen und Methoden
von Eigeninitiative und gruppendynamischer Aktion. 


 

Euro-Dance. Power zum Nationalitätenabend.
Unten: Begegnung mit anderen Kulturen, Religionen und Weltbildern. Gärten der Welt.



Foto rechts: "Obobuwa" - der Ruf nach den guten Geistern


Der Einfluss des Leitungsteams sollte sich zunehmend auf den Konsens im inhalt-
lichen Spektrum der einzelnen Maßnahme und den organisatorischen Ablauf konzen-
trieren, Initiative fördern, Widersprüche erkennen und möglichst in die Richtung neuer
Aktivität lenken sowie Konfliktsituationen durch ständigen Motivationsschub vorzu-
beugen.

Die Zielstellung, die Kinder/Jugendlichen im täglichen gemeinsamen Miteinander (im
Programm, Tagesablauf, in der Akzeptanz des/der jeweils Anderen und der Abhän-
gigkeit voneinander im spielerischen/kulturellen/sportlichen und multikulturellen Kon-
text) zu begeistern und ihnen Fairness und Toleranz – unabhängig von physischer
und psychischer Verfasstheit – als Maximen für die Zeit der Begegnung durch eigenen
Antrieb/durch interkulturelle Aktivität/durch mobilisierenden Leistungsvergleich zu
motivieren, konnte in allen Phasen der Begegnung erreicht werden.
Aus der Sicht des Aktionsthemas stand mit der Begegnung die inhaltliche Konzen-
tration auf ein solidarisches Mit- und Füreinander im freundschaftlichen Leistungs-
vergleich und bei sinnvoll gestalteter gemeinsamer Freizeit  im Mittelpunkt. Bei Sport
und Spiel sowie im ganzheitlichen Erleben des gemeinsamen Tagesablaufs sollten
die Kinder/Jugendlichen Toleranz untereinander praktizieren und die Vorzüge von
gewaltfreiem Miteinander erleben.




Dieser inhaltlichen Zielstellung wurde mit der trilateralen Begegnung – bei Akzeptanz
(und Förderung) individueller (Welt-)ansichten, Be- und Empfindlichkeiten, Wertedefi-
nitionen und nationalen Besonderheiten – in gemeinsamer Programmrealisierung
entsprochen. Hierbei kam der an Inhalten ausgerichteten Methode (Vorbereitung auf
die Aktion – bewusste/unbewusste Wahrnehmung des eigenen Anteils an der Aktion –
Gelegenheit zur Reflexion – „Aha“-Effekt: ich, du, er … wir waren dabei [ohne mich/ohne
uns wäre nichts „passiert“) eine besondere Bedeutung zu. Hier sah sich besonders der
Veranstalter der Begegnung in seiner sozialpädagogischen Verantwortung. Positiv
wirkte sich besonders die Einbeziehung der Jugendinitiative des Hauses „Pro-social“
in diesem Prozess aus.

Der auf das aktive Erleben und Gestalten ausgerichtete praktische Programmalltag (in seiner Einheit von Kontinuität und Flexibilität), fand seine nachhaltigen Wirkungen:

-

im täglichen, unmittelbaren, erlebnis- und auf das Ergebnis orientierten
Begegnungs-/Kommunikationsverlauf als bleibendes Moment der Partizipation
aller Teilneh-mer/innen in seiner Ausrichtung auf Langzeitwirkung und Nach-
haltigkeit;

-

im innovativen Begreifen des Individuellen im Allgemeinen (Auf- und Ausbau
zwischenmenschlicher Kontakte, Verstehen der eigenen Befindlichkeiten im
multikulturellen und länderübergreifenden Kontext [andere Sprache, andere
Kultur – gleiche Voraussetzungen, Interessen und Empfindungen]);

-

in der Befähigung des Betreuerteams als auch der Kinder/Jugendlichen, sich in
die Gestaltung des sozialen Zusammenlebens und demokratischer Prozesse
(insbesondere in Bezug auf Mitsprache und Meinungsvielfalt) einzubringen;

-

im gemeinsamen Erleben solidarischer und humanistischer Grundpositionen
(„Eine[r] für alle, alle für Eine[n] Abbau von Vorurteil und Intoleranz [Erkenntnis:
ohne den/die andere/n geht es nicht]);

-

im Verstehen und Verständnis für das Anderssein als Bereicherung individueller
Lebenswelten und –auffassungen (Kultur, Religion, Beziehungsverhältnisse,
Welt(an)sichten – bei Erleben der Multikulturalität des Hauses „Pro-social“ und
Berlins. [Jede/r anders – alle gleich]);

-

in der Herausforderung der Entwicklung eigener künstlerischer und gestalte-
rischer Kreativität und Erleben kultureller Vielfalt (Vermittlung/Aneignung
nationaler Besonderheiten als Teil europäischer Kultur [Nationalitätenabend,
Methodisches Herangehen im Projekt „Wir beschreiben Euch Euer Land, Eure
Stadt“ etc.])

-

in der Erkenntnis, dass Demokratie und Frieden beste Voraussetzungen für die
gemeinsame Aktion sind (Parlamentsspiel, Präsentationen)

-

im altersdifferenzierten Spiel, in Spaß und Action (Diskotheken und themati-
sche Partys, Aktionstag Abenteuerspielplatz, Nutzung der Freizeitmög-
lichkeiten im Haus „Pro-social“ und in Partnereinrichtungen etc.).

-

im unkomplizierten Umgang der Teilnehmer/innen miteinander (sehr schnelle
Durchmischung der Gruppen, Überwindung von Sprachbarrieren, Hilfestellungen 
untereinander, Freundschaften, Austausch von „Geheimnissen“

-

      

Highlight: Treffen und Freundschaftsspiel mit der Mädchenmannschaft des 1. FC Union


Die Begegnungsinhalte waren (bereits in der vorbereitenden Diskussion) so angelegt,
dass Hierarchien ausges
chlossen und eine gleichberechtigte Teilnahme an den Maßnahmen (Ziel → Inhalt [Programm] → individuelles Erfassen/gemeinsames
Erlebnis → „Aha-Effekt“/multiplikative Wirkung → neue Erkenntnis, Gewinn an Souve-
ränität und Selbsterkenntnis) gewährleistet war.

Aus dem ursächlichen, für Kinder/junge Jugendliche charakteristischen Partizipations-
drang heraus, bedurfte es in der Regel (neben der Organisation und Sicherstellung
sowie der vorbereitenden Motivation) nur externer Impulse, um die geplanten Vorha-
ben umzusetzen und immer wieder „neue“ Highlights im Begegnungsverlauf zu
deklarieren (zu schaffen).

Alle Maßnahmen und Veranstaltungen im Programm der Jugendbegegnung trugen
dazu bei, vom gemeinsamen Erleben zu partizipieren und dabei Vorurteile abzu-
bauen, Leistungen im fairen Wettstreit zu vergleichen, Akzeptanz beim/bei der jeweils
Anderen zu erreichen sowie Freundschaften zu (be)fördern.
Gesetzt wurde, bei weitgehender Ambition zur Selbstverwirklichung durch Eigen-
initiative und in der Symbiose von Interesse und Möglichkeit, auf Nachhaltigkeit und
innovatives Lernen.

    

Gipfelstürmer: Siegergruppe der Wuhlewanderung.


Das Kennen lernen der Kinder/jungen Jugendlichen vollzog sich ausgesprochen ein-
fach und unkompliziert, schnell und völlig reibungslos. So kam es bereits am Tage
der Ankunft und besonders auch am zweiten und dritten Tag der Begegnung (mit der
Stadtrallye – ein Stadtspiel in gemischten Kleingruppen, dass durch die Jugendini-
tiative des Hauses „Pro-social“ vorbereitet, koordiniert und betreut wurde) zu weiterge-
henden Kontakten und direkten Freundschaften untereinander. Der Grund hierfür ist
einerseits mit der Altersspezifik der Teilnehmer und dem verbindenden gemeinsamen
sportlichen Interesse, anderseits mit der Interessiertheit an der Programmmitwirkung
begründet. Die Gestaltung des Programmalltags schuf wesentliche Voraussetzungen
für Kommunikation und Integration, für ein „aufeinander -Angewiesen-Sein“.
Hier bewährte sich besonders die Projektmethode (Projekt im Projekt“) und das täg-
liche Kommunikations- und Animationsspiel. Mit dem Programm der Begegnung
haben sich Sympathien untereinander entwickelt, wurden Vorurteile abgebaut und
kam es zu neuen Sichten auf die Beziehungen und Emotionen Jugendlicher zur
natürlichen Umwelt und zum gesellschaftlichen Umfeld.

Die Mädchen und Jungen begriffen sich zunehmend als junge Europäer/innen in der
Vielfalt und Summe gemeinsamer Interessen, Fähig- und Fertigkeiten.

     

Kreativ und innovativ: Kommunikations- und Präsentationsspiel
"Wir beschreiben Euch Euer Land, Eure Stadt"




Die Erwartungen an die Begegnung fanden ihre grundsätzliche Bestätigung in der
Auswertung, im Feedback der Begegnung. Hier sprachen sich alle Kinder/Jugendli-
chen für eine Wiederholbarkeit der Maßnahme aus, äußerten sich zu ihrem nunmehr
erweiterten Weltbild (das Wissen um die Befindlichkeit von Kindern und Jugendlichen
im jeweils  anderen Land) und sprachen über ihre neuen Freundschaften.
Besonderer Dank kam den Mädchen und Jungen der Jugendinitiative des Hauses
„Pro-social“ zu.

Mit der Beendigung der Deutsch-Polnisch-Weißrussischen Jugendbegegnung begann
für die urban-social gGmbH gleichsam die Phase der langfristigen Diskussion um
die Weiterführung der Maßnahme, sowohl in Tychy und Minsk (Begegnungsmöglich-
keiten bei Einbeziehung regionaler und lokaler Partnereinrichtungen) als auch in 2009
in Berlin.
Hierzu ist bereits Gesprächsbedarf für die diesjährige Multiplikatorenbegegnung der
urban-social gGmbH angesagt.

Die Auswertung der Begegnung erfolgte insbesondere im abschließenden Feedback.
Hier bereitete sich die Jugendinitiative des Hauses „Pro-social“ auf ein Frage-Ant-
wort-Spiel vor, das sich letztlich zu einem eindeutigen Bekenntnis für das Treffen
der Kinder/Jugendlichen in Marzahn-Hellersdorf und zu einem besonderem Dank
der Teilnehmer/innen gestaltete.
Während der Abschussveranstaltung erhielten alle Teilnehmer/innen und die Jugendli-
chen der Jugendinitiative ein beducktes T-Shirt mit eigens gestaltetem,  themen-
bezogenem Logo der Jugendbegegnung. An die Gruppen wurden Plakate im Format
DIN A0 übergeben, auf denen die Höhepunkte und Inhalte der Begegnung in Bild und
Text nachvollzogen sind.



Am Start für die Teilnahme am Internationalen Pfingstturnier des FC Nordost Berlin

 


In der Danksagung und im Fazit der Maßnahme wurde ausdrücklich dem Deutsch-
Polnischen Jugendwerk für die Möglichkeit gedankt, durch entsprechende Förderun-
gen einen Beitrag zur Annäherung und Freundschaft der Kinder und Jugendlichen
leisten zu können.

Hans-Jörg Muhs
urban-social gGmbH

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gemeinnützige
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Blumberger Damm 12/14
12683 Berlin
Geschäftsführung: 
Dr. Jürgen Koch

Telefon: 030 / 56 29 26-0
Fax: 030 / 56 29 26 20
e-mail: info@pro-social.de


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