




















urban-social gGmbH
eingetragen im HRB 67969 beim
Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
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BLZ: 100 708 48,
IBAN: DE39100708480523282200
Kto.-Nr.: 5 232 822 00
Steuernummer ab 01.07.02:
27/602/52107 |

 

Deutsch-Polnisch-Weißrussische Jugendbegegnung
"1 (innovativ) + 1 (kreativ) = 3 (trilateral)"
29. Oktober - 06. November 2009
Mit der langfristigen Ausrichtung der urban-social gGmbH und des Europabüros
der
Stadtverwaltung Tychy auf europäisch verbindende und gemeinsam akzentuierte
Schwerpunkte in der inhaltlichen Orientierung auf das „Europäische Jahr der
Kreativität
und Innovation“ kam es bereits zur Deutsch-Polnisch-Weißrussischen
Multiplikator/in-
nen- Begegnung der urban-social gGmbH in 2008 als auch im nachfolgenden
Dialog
zu den Vorhaben im Jugendaustausch in 2009 zu ersten Absprachen einer
trilateralen
Begegnung “1 (kreativ) + 1 (innovativ) = 3 (trilateral)“.
Die Leitungsteams nutzten Möglichkeiten der gemeinsamen Diskussion
inhaltlicher
Überlegungen, die sich insbesondere auf die Einordnung und Ausrichtung der
Maßnah-
me in das Gesamtkonzept von Initiativen und Aktionen im Kontext
interkulturellen
Lernens konzentrierten. Bisherigen Erfahrungen in der Nachhaltigkeit der
Anwendung
von Best-Practice-Methodik und entsprechenden Ansätzen, Intentionen sowie
Ange-
boten der Jugendinitiative des Hauses „Pro-social“ folgend, konzentrierte
sich die ur-
ban-social gGmbH in partnerschaftlicher Absprache vor allem auf
Programminhalte,
die sich konkret auf das „Projekt im Projekt“ richteten und deutlich auf die
interkultu-
relle, -disziplinäre und –kommunikative Aktion im Begegnungsverlauf bezogen.
Im Programm sollten sich die Mädchen und Jungen verstehen- und kennen
lernen,
Vorurteile abbauen, dauerhafte Freundschaften entwickeln und sich im Kontext
demo-
kratischer und bürgerschaftlicher Aktion und in der Wahrnehmung gemeinsamer
und
individueller kultureller und politischer europäischer Identität, näher
kommen.

Gespräche,
Danksagung und Kennenlern-Party zum Beginn der
Deutsch-Polnisch-Weißrussischen
Jugendbegegnung. Herzlicher Empfang für Petra Wermke, Vorsteherin der
Bezirksverordnetenversamm-
lung Marzahn-Hellersdorf von Berlin und Vorsitzende des
Marzahn-Hellersdorfer Städtepartner-
schaftsvereins e. V.
Die Leitungsteams nutzten entsprechende Möglichkeiten der Absprache und
inhaltli-
chen Programmkoordination bei vorausgehenden partnerschaftlichen Treffen
(Berlin:
Ende September/Anfang Oktober 2009 [Deutsch-Polnisch-Weißrussische
Multiplika-
tor/innen-Begegnung]; Tychy: zur Jugendbegegnung im Juni 2009; Minsk:
Treffen im
September 2009).
Da die Partner aus Marzahn-Hellersdorf, Tychy und Minsk bereits über mehrere
Jahre
im Austausch sind und in der Realisierung von Jugendprojekten
zusammenarbeiten,
sich also verlässlich kennen und vertrauen, besteht eine durchaus konstante
Verstän-
digungslinie, die durch eine ununterbrochene Kommunikation bei der Suche
nach ge-
meinsamen Lösungen, gekennzeichnet ist.
Jederzeit, immer
und zu jeder Gelegenheit: Kommunikations- und Animationsspiele
Die konkrete, an den Richtlinien des DPJW ausgerichtete inhaltliche
Konzeption und
das durch die Leitungsteams diskutierte und bestätigte Begegnungsprogramm
waren
letztlich auch entsprechende Voraussetzung für die relativ unkomplizierte
Erteilung
kostenfreier Visa für die Teilnehmer/innen durch die Deutsche Botschaft in
Minsk.
Für die Leitungsteams gab es zu keiner Zeit und in keiner Situation Zweifel
an den
inhaltlichen Schwerpunkten des Begegnungsprogramms. Hier konnten letztlich
auch
die Diskussionen mit den Teilnehmer/innen in Vorbereitung auf die geplante
Maßnah-
me ansetzen. Über die Positionierung zum eigenen Anteil im Aktionsfeld der
Teilneh-
mer/innen gelang es, der Begegnung vorausgehende Kontakte per Mail, Chat
oder bei
Nutzung sozialer Networks herzustellen und Erwartungen an das Programm zu
artiku-
lieren. So erscheint es als durchaus plausibel, dass bestimmte Vorstellungen
zum
Begegnungsverlauf mit der Absicht von Mädchen und Jungen verbunden waren,
selbst
in irgendeiner Form aktiv zu werden, eigene Ambitionen in Teile des
Programms ein-
zubringen und sich in Fragestellungen auf weitere Möglichkeiten des
kommunikativen
und vor allem animatorischen Miteinander zu verständigen. Die
Jugendinitiative des
Hauses „Pro-social“ regte in diesem Zusammenhang kurzfristige Veränderungen
in der
Programmgestaltung an und erwies sich in dem Bestreben, das innovative und
kreative
Moment noch stärker mit dem Erlebnis von Spiel und Aktion zu verbinden, als
durch-
aus flexibel.
Bereits in der Ideenfindung und in der Koordination durch die Leitungsteams
wurde der
Grundsatz artikuliert, praktische Partizipation in der täglichen
Kommunikation erlebbar
zu machen und hierbei die Eigeninitiative des(r) Einzelnen durch Interaktion
und eige-
nen Anspruch an Innovation, zu fordern und zu fördern.
Die urban-social gGmbH wie der polnische und weißrussische Partner sahen in
der
langfristigen und kontinuierlichen Vorbereitung, insbesondere der
Einflussnahme auf die
Programmgestaltung und in der Wahrnehmung eigener Verantwortung durch das
Leitungsteam und die Jugendlichen eine wesentliche Voraussetzung der
Identifizierung
mit Charakter, Inhalt und Form des Austausches. Als besonders sinnvoll
erwies sich
die Diskussion um die Möglichkeit, informelle Bildung und non-verbales
Lernen bei der
Gestaltung einzelner Programm-Bausteine und in der Methode zu
berücksichtigen und
hierbei verstärkt auf Partizipation und Eigenbeteiligung der
Teilnehmer/innen zu setzen.
Insbesondere in genanntem Zusammenhang gestalteten sich bestimmte Maßnahmen,
die auf Kommunikation und Animation im Kontext interkultureller Aktion
setzten, als
besonders wichtig (z. B.: „Im Blick: 2010: ´Europäisches Jahr des Kampfes
gegen
Armut und soziale Ausgrenzung´. Afrikaabend mit Quiz, Kaffeezeremonie,
äthiopischer
Küche, Präsentationen und afrikanischer Tanzanimation).
Berlin-Citytour
mit dem Schwerpunkt „20 Jahre Mauerfall“
Mit der inhaltlichen Themen- und Zielsetzung der Jugendbegegnung wurden die
Begeg-
nungskriterien in der Abhängigkeit der Nachhaltigkeit von Erlebnis und
Erkenntnis im
Detail der konkreten Planung und in Abhängigkeit der Programminhalte
festgelegt.
Grundsätzlich wurde von der konkreten Modifizierung des Anspruchs an die
Inhalte der
Maßnahme (Partizipation und pädagogischer Ansatz/interkulturelles Lernen)
ausge-
gangen und die Programmdeterminanten sowie das auf Kommunikation,
Information,
Kreativität und Innovation ausgerichtete erlebbare Moment (z. B. Anerkennung
von Pro-
jektarbeit als einer Methode, in der allen Beteiligten ein Höchstmaß an
Selbstverwirk-
lichung/-darstellung sowie Mitwirkungsbereitschaft und Eigeninitiative
abverlangt wird),
diskutiert.
Mit dem prinzipiellen Mitsprache-Recht der Jugendlichen in der Vorbereitung
(bei Vor-
behalt und Konsens der durchgängig, auf das Thema der Begegnung abzielenden
in-
haltlichen Strukturierung des Programms) gelang es letztlich auch gut, den
Begeg-
nungsalltag entsprechend der Gesamtausrichtung zu organisieren. So mussten
ledig-
lich witterungsbedingt kurzfristige Änderungen im Programm vorgenommen
werden.
Die eigentliche Teamkonstellation löste sich sehr schnell zugunsten einer
impulsiven,
gemischten Gruppendynamik auf. Die Programmaktion lebte vom Tagesrhythmus,
vom
Erlebnis und von der Initiative.
Besuch und Führung
im Deutschen Bundesrat mit Europäischem Demokratiespiel.

Der partizipativen Ausrichtung des Programms für die Teilnehmer/innen wurde,
insbe-
sondere durch die gezielte Methode im Tagesablauf (das Erleben und die
Erkenntnis
im Austausch – die praktische Einheit in der Vielfalt – dem Sprachgebrauch
in seiner
sozial-interaktiven Relevanz für die Einheit von Dissens und Konsens
[praktische Sem-
antik]) - der sich mit der Aktion ergebende inhaltliche Konzentration auf
das kognitive
und voluntative Moment - das sich auf die kreative Umsetzung von Erlebnis
und Er-
kenntnis über die Forcierung von Dialogbereitschaft in Abhängigkeit zu
einem, aus der
Situation heraus entstehenden Verständnis füreinander - dem
spielerisch-kommunika-
tiven Umgang miteinander [interkulturelles Lernen] und dem Teamwork im
Projektde-
tail, im Zusammenhang von gemeinsamer Aktion und individuellem Anspruch,
ent-
sprochen.
Die Maßnahmen und Projekte (Projekt im Projekt) im Programm setzten bewusst
auf
die kollektive Teilhabe und waren in der Regel auch nur in der Gruppe
realisierbar.
Hiervon gingen die individuellen Wirkungen und Wahrnehmungen für die/den
Einzelne/n
im Ganzen aus.
Die Gruppen einigte, mittels eigener Aktivität, selbst regulierter
Initiative und kreativer
Aktion eine akzeptable Form interkultureller Bildung und Bindung zu finden,
die letzt-
lich integrierend und mobilisierend wirkt.
Kreativprojekt:
„Ich bin mein eigenes Kunstwerk“.
Besondere Bedeutung kam im Begegnungsverlauf der Anwendung von Methoden zu,
die geeignet waren, Inhalte zu transportieren, das Kennenlernen zu
erleichtern, eigene
Positionen zu beziehen, ein tragfähiges Kommunikationsfeld aufzubauen,
interaktive
Nähe, Offenheit und Transparenz zu befördern sowie Kontakte und
Freundschaften zu
festigen. Hierbei nutzte die urban-social gGmbH vor allem das
transdiziplinäre, zu-
sammenführende und in seinem Ausgang meist offene, offensive und
anmiatorische
Spiel sowie die interkulturelle Aktion in der Gruppe.
Die urban-social gGmbH nutzte hierbei besonders die Aufgeschlossenheit und
die Er-
fahrungen von Mädchen und Jungen der Jugendinitiative des Hauses „Pro-social“.
Sie brachten sich mit eigener Aktion und ihrem Spiele-Pool in die
methodische Gestal-
tung der Begegnung ein.
Wesentliche Komponente des vorzubereitenden Begegnungsverlaufs war der
gemein-
same Ansatz, mittels kollektiver Interessiertheit und individuellen
Anspruchs an die
Programmgestaltung, einen möglichst ununterbrochenen Kreislauf von → Idee ↔
Initia-
tive ↔ Erlebnis ↔ Partizipation ←, von Input und Output, zu schaffen.
Die Partizipation der Jugendlichen an Vorbereitung, Durchführung und
Auswertung er-
folgte mit ihrer direkten und unmittelbaren
Einbeziehung/Entscheidungsfindung in die
Begegnung, ihrer „Rolle“ als eigentliche Akteure (eigener Anspruch an
Teamarbeit,
Kommunikationsfähigkeit, Konfliktbewältigung …).
Links:
Toleranztraining im Taekwondo mit dem Vizepräsidenten des Berliner
Taekwondo-Verbandes,
Fred Gierschner. Rechts: Gespräch und Diskussion mit Ricardo Taschke zu
Rechtsextremismus und
Nationalismus in Europa.
Eine wichtige Funktion kam der Bedeutung von Kommunikation und Animation zur
Überwindung möglicher Distanz und der Motivation zur Gemeinsamkeit zu. Hier
be-
währte sich das Kennenlern-, Kommunikations-, Animations-, Vertrauens-,
Rollen- und
Demokratiespiel, dass spielerische Quiz und das Toleranztraining sowohl im
indivi-
duellen Part als auch in gemischter Team- und -konstellation. Mit der
gemeinsamen
Aktion im Begegnungsverlauf wuchs auch der Anspruch an das
Kommunikationsspiel
(von der "einfachen" Kommunikation zur Animation [in der Aufforderung etwas
für/mit
den anderen zu tun, die Symbiose von Sprache und direkter Beziehung zum/r
jeweils
Anderen [sehen, hören, fühlen]).
Alle Formen und Inhalte eingesetzter Methoden der Kommunikation, Animation,
der
Präsentation, des Dialogs, des Gruppengesprächs und Erfahrungsaustausches
wurden
gut angenommen und durch eigene Ideen von Teilnehmer/innen ergänzt. Für den
Ein-
satz entsprechender Methoden boten sich innerhalb der geplanten
Programmmaßnah-
men genügend Möglichkeiten (in der direkten Veranstaltungsform [Kennenlern-Party,
Stadtrallye in gemischten Kleingruppen, Demokratie-[Parlaments]-Spiel,
Spiel-Spaß
zum Nationalitätenabend, Quiz und Tanz-Animation sowie Kaffee-Zeremonie mit
Ge-
sprächen und Präsentation zum Afrika-Abend, Diskussion zu „doof als Droge“
im Ber-
liner Hanfmuseum, HipHop-Abend mit Spielspaß im Alpha-Haus der
Spielplatzinitiati-
ve etc.). Die Mädchen und Jungen der Jugendinitiative des Hauses „Pro-social“
nutz-
ten außerhalb des Programmablaufs weitere Gegebenheiten zum interaktiven
Aktions-
spiel (unkompliziertes Spiel „aus der Bewegung heraus“).
Der Förderung von Selbstmotivation, Eigeninitiative und Impulsen der
Jugendlichen galt
zusätzlich große Aufmerksamkeit. So wurden rechtzeitig Aufträge zur
Vorbereitung und
Realisierung von Aktionen vergeben, Anregungen hierzu diskutiert und
Schlussfolgerun-
gen erarbeitet. In der Motivation „zur Sache“ und der inhaltlichen und
methodischen Re-
flexion des Gesamtanliegens der Begegnung, gelang es dem Leitungsteam gut,
mobi-
lisierend, und als Teil der übergreifenden Gruppendynamik, zu handeln.
Als wesentlichstes Kriterium der Begegnung erwies sich – auch hinsichtlich
von Pro-
grammpräzisierungen und –abläufen, der ununterbrochene zwischenmenschliche
Kon-
takt der Jugendlichen untereinander, die Überwindung von Vorurteilen, der
Abbau
sprachlicher Barrieren sowie das partizipative Moment im bewussten Erleben
des als
beeinflussbar geltenden Tagesgeschehens. Dem zugeordneten als auch
improvisatori-
schen Projektimpuls und - im Kontext des täglichen gemeinsamen Erlebens, dem
Dia-
log, der Methode der Vermittlung von Wahrnehmung, Erkenntnis und Wertung
(euro-
päische Dimension jugendspezifischer Gemeinsamkeiten [innovative
Auseinanderset-
zung mit der Umwelt/dem Umfeld/mit, dem(r) Lebensidentität/Kultur] des(r)
jeweils An-
deren) - kam im Programm entsprechende Bedeutung zu.
HipHop-Abend im
Alpha-Haus mit anschl. Spielspaß
Die urban-social gGmbH verstand es gut, in Absprache mit dem polnischen und
weiß-
russischen Partner und bei Einbeziehung der Jugendinitiative "Jede® anders,
alle
gleich" des Hauses "Pro-social", die Erwartungen der Mädchen und Jungen mit
den
zusätzlichen Themen Toleranz und Akzeptanz zu verbinden und auf
Aktionsbereiche
zu fokussieren, die sie in Spaß und Unterhaltung zusammenbrachten.
Besondere Nachhaltigkeit ging von Veranstaltungen und Maßnahmen aus, die
sich mit
problematischen Syndromen und negativen Ideologien, europäischen
rechtsextremisti-
schen Strömungen und Erscheinungsformen auseinandersetzten (Gespräch und
Dis-
kussion mit dem Experten Ricardo Paschke [bezirkliche Koordination gegen
demokra-
tiegefährdende Phänomene] zu Rechtsextremismus und Nationalismus). Hier
wurde
sich z. B. durch polnische Jugendliche von der Persönlichkeit der „in
Deutschland
anerkannten so genannten `Menschenrechtspolitikerin der Konservativen´,
Erika Stein-
bach“, mit dem Vorwurf nationalistischer und revanchistischer Positionen
gegen Polen
distanziert. Als interessant erwies sich hier, dass Erika Steinbach den
teilnehmenden
deutschen Jugendlichen kein Begriff ist.
Im Weiteren fanden auch Veranstaltungen, Gespräche und Diskussionen
entsprechen-
den Zuspruch, die sich auf tendenzielle und jugendgefährdende Themen bezogen
(Dis-
kussion im Berliner Hanfmuseum „… doof als Droge. Kulturpflanze Hanf“,
Gespräch und
Diskussion mit dem Präventionsbeauftragten des Polizeiabschnitts 62,
Hauptkommis-
sar Gerd Boussel, zu „Jugendgewalt und –kriminalität“).
Im Gespräch mit
dem Präventionsbeauftragten des Polizeiabschnitt 62,
Hauptkommissar Boussel.
Anteil an der Entwicklung zur Gemeinsamkeit kam Programmaktionen zu, die auf
Ei-
gendynamik setzten und die Begegnung in der Gesamtheit seiner
Teilnehmer/innen,
die einzelnen Teams, die gemischte Gruppen oder den/die Einzelne/n bewusst
heraus-
forderten (Stadtrallye - ein vorbereitetes Stadtspiel in gemischten
Kleingruppen mit dem
Ziel, mittels vorgegebener Koordinaten [fotografische Details] und über
Kontaktaufnah-
men zu Unbeteiligten sowie Eigeninitiative und -konzeptionelles Handeln
bestimmte Aufgaben in Berlin zu erfüllen und darüber berichten/präsentieren
zu können).
Die Deutsch-Polnisch-Weißrussische Jugendbegegnung erfüllte in der
Gesamtheit sei-
ner Programm-Bausteine die Erwartungen der Jugendlichen und trug wesentlich
dazu
bei, Freundschaften zu begünstigen und im Kontext der Gemeinsamkeit zu neuen
und
partnerschaftlich akzentuierten (An-)sichten zu kommen.
Das Programm wechselte in seinem Anspruch an die Jugendlichen hinsichtlich
der
Bereitschaft zur Übernahme von eigener Verantwortung und Initiative im Team
(z. B. im
Kunstprojekt „Kreativ: ich bin mein eigenes Kunstwerk“; Vorbereitung und
Gestaltung
des Nationalitätenabends; Stadtrallye; …) und der Motivation im Kontext
interkulturel-
len Lernens in vorbereiteten Veranstaltungsformen (die in ihrem
Interessenbezug und
ihre Nachhaltigkeit auf Mitwirkung und Teilhabe der Mädchen und Jungen
angewiesen
waren [Gespräche, Diskussionsforen und -spiele, Toleranztraining im
Taekwondo, Afri-
kanischer Abend …]).
Als Akteure der Jugendbegegnung erwiesen sich die Jugendlichen selbst. Sie
partizi-
pierten im gemeinsamen Erlebnis wie in der individuellen Einflussnahme auf
die Reali-
sierung des Programms, emanzipierten sich durch bewusste Übernahme von
Aufgaben
innerhalb der Gruppen.
Die Jugendbegegnung hatte den zusätzlichen Anspruch, Wissen über den
jeweiligen
Partner (aus Marzahn-Hellersdorf, aus Tychy und aus Minsk), dessen
Geschichte,
Politik und Kultur, zu vermitteln und darüber hinaus die Sicht auf
multikulturelle Themen
entsprechend der Gegebenheiten in Berlin und Marzahn-Hellersdorf zu
erweitern.
Dieser Zielsetzung ist die Begegnung gut gerecht geworden.
Denkmäler für die
Opfer des Faschismus auf dem Parkfriedhof Marzahn.
Ehrung der Opfer faschistischer Zwangsarbeit an der Gedenkstele für
europäische Zwangsar-
beiter/innen.
Kultur,
Präsentationen und jede Menge Spaß beim Nationalitätenabend
Als besonders wichtig erwiesen sich in diesem Zusammenhang der Besuch von
Ge-
denkstätten für die Opfer faschistischer Zwangsarbeit (Blumenniederlegung an
der Ste-
le für europäische Zwangsarbeiter/innen und am Gedenkstein für 20 junge
polnische
Zwangsarbeiterinnen), für die in Auschwitz ermordeten Sinti und Roma des
ehemaligen
faschistischen „Zigeuner-Rastplatzes“ Marzahn, für die ermordeten deutschen
Antifa-
schist/innen und für die in der Befreiungsoffensive auf Berlin gefallenen
Soldaten der
1. Belorussischen Front sowie im Weiteren der Besuch der „Gärten der Welt“ (Mar-
zahn) in seiner Multikulturalität und die Nutzung der Möglichkeit, mit der
Vorsteherin
der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf von Berlin und
Vorsitzenden
des Marzahn-Hellersdorfer Städtepartnerschaftsvereins, Petra Wermke, zur
Eröffnung
der Begegnung und zu deren Abschluss, über den Bezirk, seine Jugendpolitik
und sei-
ne Partnerschaften ins Gespräch zu kommen.
Überhaupt zeigte sich Petra Wermke im Gespräch mit den Jugendlichen sehr
interes-
siert am Verlauf und an den Ergebnissen der Deutsch-Polnisch-Weißrussischen
Ju-
gendbegegnung und dankte hier insbesondere der Jugendinitiative des Hauses „Pro-so-
cial“ sowie den Gästen aus Tychy und Minsk.
Die mit dem Begegnungsinhalt gleichsam verbundene Toleranzidee fand seine
Umset-
zung natürlich zuallererst im Alltagsverhalten und im umgänglichen
Miteinander.
Die Jugendlichen fühlten sich aufeinander angewiesen. Dieses Gefühl wurde
durch die
abgestimmte Programmkoordination und Maßnahmen, die das Gemeinsame im
Einzel-
nen/Individuellen erforderten, bestärkt.
“Diese Welt ist
eine Welt ...” (in der Vorbereitung und Regie von Dr. Sufian Weise).
Im Blick: “2010 - Europäisches Jahr der Bekämpfung von Armut und sozialer
Ausgrenzung”
... mit Gruppenspielen, Afrika-Quiz, äthiopischem Essen, Kaffeezeremonie und
Gruppenanimation
zum afrikanischen Tanz ...

Im abschließenden Feedback am Abreisetag verwiesen die Mädchen und Jungen
auf
die Bedeutung von Begegnungen in der Art und Weise des praktizierten
Treffens.
Sie schätzten ein, dass von ihr Impulse für Freundschaften und bleibende
Kontakte und
nachhaltige Erinnerungen ausgehen.
Sowohl die „offizielle“ Abschlussveranstaltung als auch das Feedback zur
Jugendbe-
gegnung am Abreisetag verbanden sich, mit dem Dank an das Deutsch-Polnische
Ju-
gendwerk und die urban-social gGmbH mit dem Wunsch auf eine weitere
Intensivierung
partnerschaftlicher Begegnungen Jugendlicher sowohl in Marzahn-Hellersdorf
als auch
in Tychy und Minsk. Es wurde deutlich, dass sich mit der Begegnung
untereinander
Sympathien entwickelten und es zu neuen Sichten auf die Beziehungen und
Emotio-
nen Jugendlicher zur natürlichen Umwelt und zum gesellschaftlichen Umfeld,
zu einem
Denken in den Dimensionen eines „Europa der Jugend und des Miteinander“ kam.
Die Mädchen und Jungen begriffen sich zunehmend als junge Europäer/innen in
der
Vielfalt und Summe gemeinsamer Interessen, Fähig- und Fertigkeiten.
Die Begegnung hat gezeigt, dass es gut, wichtig und richtig ist, bei den
Jugendlichen
selbst ein Höchstmaß an eigener Initiative zu fordern und zu fördern, sie
unmittelbar in
die Gestaltung der Programmsegmente einzubeziehen und sie in ihren Aktionen
zu
ermutigen und zu akzeptieren.
Das Programm fand in seiner Ausrichtung und seinem insgesamt
interdisziplinären
Rahmen die volle Aufmerksamkeit und Akzeptanz der Jugendlichen. Die
Hervorhebung
einzelner Maßnahmen kann sich letztlich nur auf das abschließende Feedback
bezie-
hen, in dem sich die Jugendlichen am Abreisetag auf einen überschaubaren
Aktions-
kreis bei Würdigung der Gesamtmaßnahme konzentrierten. Besondere Hinwendung
fanden hier Programmteile, die in ihren Formen und Methoden auf das kreative
und
innovative Potential der Teilnehmer/innen ausgerichtet waren,
Eigeninitiative erforderten
und Motivationsschub bedeuteten.
Die Begegnung fand mit der Würdigung der Unterstützung durch das
Deutsch-Polni-
sche Jugendwerk entsprechende Anerkennung durch die Erstellung eines
Plakates
(Darstellung der Jugendbegegnung in Wort und Bild), das den Gruppen aus
Tychy und
Minsk sowie der Jugendinitiative zum Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit
übergeben wur-
de, und durch Veröffentlichungen auf den Internetseiten der urban-social
gGmbH seine
Auswertung. Zusätzlich hier erfolgte eine Pressemitteilung und erhielten
alle Teilneh-
mer/innen ein T-Shirt mit einem eigens für diese Begegnung entwickelten
Druck.

Hans-Jörg Muhs
urban-social gGmbH |
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