urban-social gGmbH
eingetragen im HRB 67969 beim
Amtsgericht Berlin-Charlottenburg
Bankverbindung: Berliner Bank AG,
BLZ 100 20000,
Kto.-Nr.: 2088 500 800
Steuernummer ab 01.07.02:
27/602/52107






Zweites Survival-Camp mit dem polnischen Partner vom OHP Zary.
Polnisch-Deutsche Jugendbegegnung im Wald von Świbna.

24.06. bis 01.07.2009

Zunächst einmal war da viel Wald, ein Hauptgebäude, Gruppenunterkünfte in Holz-
häusern, ein Sportplatz und …, wie es sich für Wald gehört: Bäume, Bäume, Bäume.
Ideal also für ein Survival-Camp, nun schon in der Wiederholung zum Vorjahr.
Vorweggenommen: es gab viele Tränen zum Abschied.

Es war nicht schwer, eine Gruppe Jugendlicher aus Marzahn-Hellersdorf zu finden,
die sich erstmalig oder nun schon zum zweiten Mal, gemeinsam mit den Freunden
vom OHP Zary, in das Abenteuer Survival mitten im Swibna´er Wald, begeben wollte.
Die meisten kannten sich schon aus Berlin und vom Zelten beim OHP im Vorjahr.

Es entsprach durchaus den Erwartungen, dass sich die Mädchen und Jungen weni-
ger an gewohnten Standards städtischen Lebens als vielmehr an den Aufgaben im
niedrigschwelligen "Überlebenstraining" erproben wollten und so in die Situation
unbedingten gegenseitigen Vertrauens gerieten. Hier erwies sich auch die beste
Gelegenheit für den Abbau eventueller Vorurteile und für die Entstehung und Festi-
gung von nachwirkenden Freundschaften und solidarischem Miteinander.

Die Partner vom OHP Lubuskie und der urban-social gGmbH verständigten sich be-
reits langfristig auf eine inhaltliche Ausrichtung der Jugendbegegnung, die sowohl
die Verständigungsbereitschaft der Mädchen und Jungen fördert, neue Freundschaf-
ten hervorbringt und bestehende Kontakte weiter festigt.
Durch den jederzeit engen Kontakt der Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation
vom Ochotniczych Hufców Pracy Lubuskie und Zary sowie bereits vorhandener Be-
ziehungen zwischen einzelnen Jugendlichen ließ sich in den Phasen des Kennen-
lernens keine besondere Hemmschwelle mehr erkennen.

Die Mädchen und Jungen partizipierten bereits in der Anfangssituation der Begeg-
nung von den Programminhalten und nutzen sowohl die natürlichen Gegebenheiten
des Standortes als auch die eigentliche inhaltliche Zielbestimmung des Projekts,
unter den Bedingungen von Anspannung und Anpassung gemeinsame Erfahrungen
zu sammeln.

Die Erlebnisse der Gruppen gestalteten sich neben der eigentlichen Aktion im Sur-
vival sehr vielfältig und schlossen den Dialog und Erfahrungsaustausch ebenso ein
wie kulturelle Veranstaltungen, den sportlichen Leistungsvergleich, Exkursionen und
Erkundungen sowie Spiel und Spaß.

Die Mädchen und Jungen brachten sich mit Eigeninitiative und in gegenseitiger Unter-
stützung in den Programmverlauf ein.
Es ist gut gelungen, die Jugendlichen auf die Begegnung vorzubereiten, ihnen selbst
Verantwortung zu übertragen und ihnen zu vermitteln, dass der Erfolg der Begegnung
nur in den Zusammenhängen der eigenen Bezugnahme und Mitwirkungsbereitschaft
zum Programm gemessen werden kann.

Besonders hervorzuheben ist die Gruppendynamik in der Vermischung der Teams
und die unkomplizierte Integration durch Gemeinschaftssinn und Freundschaft.
Interessant ist, dass sich mit der sofortigen Integration auch der Leistungsanspruch
der Jugendlichen in der Wirkung von Eigeninitiative und im physischen und psychi-
schen Segment der Aktionsbereitschaft, verstärkte.

Die Erwartungen, sowohl der urban-social gGmbH als auch der Teilnehmer/innen,
wurden erfüllt.

Die Mädchen und Jungen würdigten im Nachhinein das Mitspracherecht in den
Entscheidungen zum Programmdetail und zur konkreten Situation.
Das Leitungsteam - insbesondere die Leiterin des OHP Zary - schätze im Feedback
ein, dass die Jugendlichen sich in jedes Programmsegment einbrachten und sich
sowohl in ihrer Individualität als auch im Zusammenhalt in der Durchmischung der
Teams gut bewährten.

Die Begegnung erwies sich in seinem Erfolg als die Summe von Einzelaktionen, die
entsprechend vorbereitet und mit dem Verlauf der Maßnahme systematisiert wurden.

Für die deutsche Gruppe ist ein gefestigter Zusammenhalt spürbar, der sich wiede-
rum positiv für die Arbeit in der Jugendinitiative des Hauses "Pro-social" auswirkt.

In Anbetracht der verstärkten Einbeziehung von Jugendlichen mit (vorwiegend osteu-
ropäischem - hier vor allem russischem) Migrationshintergrund und im Wissen um
den problematischen sozialen Hintergrund eines Teils der Mädchen und Jungen
aus Marzahn-Hellersdorf, konnten mit der Begegnung Wirkungen analysiert werden,
die z. B. über den Abbau von Vorurteilen zwischen deutschen und polnischen Jugend-
lichen, hinausgehen. Letztlich wurde wiederum erreicht, dass die Integration der
Jugendlichen - unabhängig sozialer Befindlichkeiten - bestens funktionierte.

Damit kommt den Begegnungen mit dem polnischen OHP in mehrfacher Hinsicht
eine besondere Bedeutung zu. Mit der Förderung solcher Begegnungen gewinnt das
Deutsch-Polnischen-Jugendwerk an Bedeutung.

Die urban-social gGmbH wurde inhaltlich und organisatorisch insbesondere durch
das OHP Lubuskie (hier durch den Beauftragten für internationale Jugendarbeit,
Dawid Chodziński) unterstützt. Wichtige Unterstützung leistete die Jugendinitiative
des Hauses "Pro-social".




Hans-Jörg Muhs
urban-social gGmbH

  englisch  portugiesisch  russich
  franzoesisch  polnisch 














gemeinnützige
Wohnheimgesellschaft mbH
Blumberger Damm 12/14
12683 Berlin
Geschäftsführung: 
Dr. Jürgen Koch

Telefon: 030 / 56 29 26-0
Fax: 030 / 56 29 26 20
e-mail: info@pro-social.de


barrierefrei