urban-social gGmbH
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13 Mädchen und Jungen aus Marzahn-Hellersdorf nahmen vom
03. bis 10.12.2006 an dem Internationalen Jugendforum „Assises de la jeunesse“
im Pariser Vorort Nanterre teil.
Sie folgten einer Einladung der französischen Stadtverwaltung und ihres
Bürgermeisters, Patrick Jarry.
Zusammen mit jungen Leuten aus Italien, Griechenland, der Slowakei,
Großbritannien und Portugal, die ebenfalls aus vorgelegenen Orten von
Großstädten kamen, erlebten sie eine Woche an der Praxis orientierter
Jugendarbeit.

Organisiert wurde die Teilnahme der Jugendlichen aus Marzahn-Hellersdorf,
in Absprache mit dem Nanterrer Partner, von der urban-social gGmbH, die
bereits im vergangenen Monat eine deutsch-französische Jugendbegegnung
mit Teilnehmern des Pariser Vororts in Marzahn-Hellersdorf realisierte.

Den Schwerpunkt des Forums bildeten Dialog und Erfahrungsaustausch zu Fragen
der demokratischen Jugendbeteiligung am politischen Leben der Städte, ihrem
Bürgerengagement und ihren Vorstellungen in der Jugend- und Projektarbeit.
Die teilnehmenden Gruppen konnten sich vor Ort von der Arbeit in den Bürgerzentren
der verschiedenen Stadtteile überzeugen, erhielten Einblick in die Arbeit der
Stadtregierung und waren im Gespräch mit Jugendlichen aus Nanterre –
überwiegend Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund.
Mit der Teilnahme an methodischen Veranstaltungen und Projektpräsentationen
in Freizeiteinrichtungen der französischen Kommune ergaben sich für die
Jugendlichen aus Marzahn-Hellersdorf – insbesondere der jungen Berliner
Vietnamesinnen aus dem Verein „Reistrommel“, der Thüringen-Oberschule, der
urban-social gGmbH und einem Hip-Hop-Projekt des Jugendklubs „Mehrweg“ -
vielfältige wichtige Kontakte für künftige gemeinsame Initiativen.

Neben Erfahrungsaustausch und Präsentationen fanden sich Möglichkeiten
zur Exkursion nach Paris, zum Besuch der Gedenkstätte der Opfer des
antifaschistischen französischen Widerstands in Nanterre, zur Teilnahme an einer
Vielzahl von Jugend- und Kulturveranstaltungen.

Übrigens: die geplante Teilnahme an einer Unterrichtstunde im Joliot-Curie-College
musste ausfallen. Die 1.200 Schülerinnen und Schüler der Bildungseinrichtung
hatten aus Protest gegen die Verfügung der Abschiebung eines rumänischen
Mitschülers und seiner Familie einen mehrtägigen Schulstreik ausgerufen und
das College verbarrikadiert. Die Jugendlichen aus Marzahn-Hellersdorf bekundeten
ihre Sympathie und nahmen für die Zeit der geplanten Teilnahme am Unterricht
an der Demonstration vor dem Schulgebäude teil.

Hans-Jörg Muhs
urban-social gGmbH


  

Foto links: Die Gruppe der Jugendinitiative aus Marzahn-Hellersdorf bei der Teilnahme
an einem der Foren und,  bei Führung durch einen Nanterrer Stadtteil


  

Foto links: Ehrung der Opfer des Hitlerfaschismus in der Gedenkstätte des Widerstandes
der Restistancé in Nanterre. Foto Rechts: Sympathie für streikende Schüler/innen am
Juliot-Curie-College Nanterre, um die Rücknahme der Ausweisung einer Familie aus
Rumänien (deren Tochter Schülerin an dem Collage ist), zu erreichen (der Streik hatte
Erfolg - die Ausweisung wurde durch das Innenministerium zurückgezogen).


 

Die Marzahn-Hellersdorfer Jugendgruppe
vor einer, von Jugendlichen Sprayern,
künstlerisch gestalteten Graffiti-Wand
eines Nanterrer Bürgerzentrums

 

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