Jugendinitiative "Jede® anders - alle gleich"(zwischen Heinzelmännchen & Timor und sein Trupp)
Unsere Jugendinitiative "Jede® anders - alle gleich" versteht sich als lokale und regionale Projekt-
gruppe von Mädchen und Jungen im Alter von 16 bis 27 Jahren, die ihre Ausrichtung in Zielen
und Inhalten sieht, die Jugendliche aus eigenem Antrieb und Interesse, konzeptionell als auch aus
der "Situation heraus", und in Abstimmung und Koordination mit den einzelnen Projektbereichen
der urban-social gGmbH des Hauses "Pro-social", eigenständig und unabhängig bestimmen.
Aktive Präsenz zu Aktionen und Kampagnen (hier zum Fest "Schöner leben ohne Nazis in Marzahn-Hellersdorf"), Sept. 2011
Foto re.: Jugendinitiative bei der Presseauswertung
Die Jugendlichen der Initiative planen eigenständig lokale, regionale als als auch internationale
Aktionen im europäischen Themenkontext und orientieren sich an den Schwerpunkten der
Jugendprojektarbeit und des Jugendaustausches mit besonderer Konzentration auf bürger-
schaftliches Engagement, Chancengleichheit und interkulturelle Kommunikation.
Hierbei arbeitet die Jugendinitiative eng mit lokalen, regionalen und europäischen Partnern zu-
sammen:
Urkunde zu der auf 50 Stück limitierten Medaille der Jugendinitiative "in Anerkennung und Würdigung besonderer Verdienste
in der internationalen Jugendarbeit ...". Die Medaille wird nur auf 100%-igen Beschluss der Jugendlichen der Initiativgruppe
verliehen.
In konkret definierten Aktionszeiträumen/-inhalten realisieren die Jugendlichen der Initiative einen die
jeweilige Kampagne im Imagebereich für den eigenen, städtischen Sozial- und Natur-/Kulturraum
begleitenden Bildungszyklus.
Fotos (2011): junges europäisch-bürgerschaftiches Engagement. Die Jugendinitiative mit Freunden aus Polen beim
Arbeitseinsatz im Berliner Tierhof. Foto (m): aktiv auf der Bühne und davor: Mitglieder der Jugendinitiative beim
classik open-air Helle Mitte in Hellersdorf.
Foto (r): Ehrung der Opfer des Nationalsozialismus auf dem Parkfriedhof Marzahn.
Im bürgerschaftlichen Engagement (insbesondere im Zusammenhang mit zwei abgeschlossenen
Kalenderprojekten) stützt sich die Jugendinitiative auf Kampagneprinzipien:
Gemeinsames Erkunden und Kennen lernen des Bezirkes Marzahn-Hellersdorf und seiner urba-
nen Strukturen als akzeptable und prägnante Lebenswelt in wahrnehmbarer und nachhaltiger
Hinwendung zum alltäglichen Lebensumfeld.
Urbane Jugendkulturen als Prozess translokaler und migrationsrelevanter Aneignung und Projekt-
ausrichtung.
Geschichte, Gegenwart und Zukunft – Marzahn-Hellersdorf heute: zwischen gestern und morgen.
Eine® für alle, alle für Eine(n): Integration ist angesagt. Solidarisches Mit- und Füreinander.
Ein Standort, verschiedene Kulturen. Marzahn-Hellersdorf und seine Beziehung zu ande-
ren Kulturen. Mein Kiez - Dein Kiez - unser Bezirk ...
Toleranz und Internationalität im Haus „Pro-social“ als Teil des multikulturellen (Er-)Lebens Berlins.
Motivation zum lernen: Training im Euro-Business-Planspiel.
Verortung von Urban-Culture-Projekten zwischen Szene, Pädagogik, Medien und Kultur.
Wir feiern Frieden: gemeinsame traditionelle Friedensfeste und -aktionen in Berlin und im Kiez
„Jede® anders, alle gleich“. Andersleben, -lieben und –denken als Normalität.
Gegen die "Miesmacher": Statements der Jugendlichen zu ihren eigenen Sichten auf ihren Bezirk,
ihr Kiez (in der jeweils eigenen Befindlichkeit und Hintergründigkeit).
Aktive Teilnahme an antifaschistischen Aktionen, der open-air-Veranstaltung "Schöner leben
ohne Nazis" an den „Tagen des interkulturellen Dialogs“, an Ausstellungen und Projekten ...

Urkunde Ehrenpreis der Bezirksverordnetenversammlung Marzahn-Hellersdorf und Schreiben der Sozialsenatorin zur Verleihung
des Ehrenpreises an die Jugendinitiative des Hauses "Pro-social"
Die Bildungszyklen sind begleitet von ständigem Dialog und steter Aktion und direkter Partizipation,
Suche und Findung von Strukturen und Motiven, von Diskussion und Handlungsofferten, von Regene-
ration und Motivation zur Überwindung eventueller Resignation.
Im Zusammenhang mit den eigenen konzeptionellen Ansprüchen an das Bildungsprogramm nahmen
Jugendliche der Initiative u. a. an einem Internationalen Jugendforum in Nanterre (Paris) zu Fragen der
Stadtteilarbeit und urbaner Jugendkultur (Interkulturalität und urbaner Raum; „vorgelegene“ Quartiere
von Großstädten und ihre Jugend), sowie an Jugendbegegnungen in Tychy mit der inhaltlichen
Ausrichtung auf Jugendkultur („Musik verbindet“), in Brzeg Dolny, Wschowa und Zary (Regionalge-
schichte), in Wrozlaw (Sozial- und Kommunalthemen), in Talmont (Öko-Thema) und Aytre (Jugend-
kultur) sowie an einem trilateralen Jugendseminar (Ideenfindung im open-space, Jugendkultur, Bildung)
in Minsk (BY, D, PL), teil.
Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle beglückwünscht die Jugendinitiative (Foto: Klaus Tessmann)
Für die angestrebte Verbindung von Bildung und Jugendaustausch ergaben sich als innovativer und
freizeitspezifischer Anspruch an das konkrete Erlebnis/Ergebnis der Projektoffensive in der Relevanz
des Anspruchs des Hauses „Pro-social“ und seiner Jugendinitiative „an sich“:
* Partizipation als Beitrag zur Festigung einer gesamteuropäischen Friedensidee;
* Brückenfunktion von Kultur und Kunst (traditionelle - und Jugendkultur);
* Friedens- und Europarelevanz im Miteinander der Jugendlichen;
* innovatives Begreifen des Individuellen im Allgemeinen;
* Demokratischer Konsens im konstruktiven Streitgespräch und sachbezogenen Dialog;
* Erarbeitung von Grundpositionen hinsichtlich eines gemeinsamen "Europa der Jugend";
* Abbau von Vorurteilen, Entgegenwirken rassistischer/nationalistischer Erscheinungen, Toleranz;
* Toleranz und Akzeptanz, Entwicklung und Ausprägung von Verstandnis im Umgang miteinander;
* Auf- und Ausbau zwischenmenschlicher Kontakte (Entstehung und Festigung länger währender
Freund- und Partnerschaften);
* Verstehen eigener Befindlichkeiten im multikulturellen und völkerverbindenden Kontext;
* Einbringen individueller Ansprüche und Erfahrungen (eigene Gefühlsund Erlebniswelt);
* Begreifen des Andersseins als Bereicherung (kulturelle Vielfalt, Gender Mainstraiming, Religionen,
Welt(an)sichten ...); Abbau von Vorurteilen;
* Kennen lernen von Vorzügen und Problemen des Sozialraums Marzahn-Hellersdorf in Berlin
(bei Einbeziehung kommunaler Einrichtungen und Freier Träger der Jugend- und Sozialarbeit).
Die Jugendinitiative wurde Ende 2007 für das Outdoor-Aktkalender-Projekt, in seiner Wirkung welt-
weit erfolgreiche Imagekampagne für den Bezirk, mit dem Ehrenamtspreis der Bezirksverordnetenver-
sammlung Marzahn-Hellersdorf ausgezeichnet.